Harter Aufstiegskampf beim SK Schwandorf

Am Sonntag, den 05.02, war unsere Zweite zu Gast beim SK Schwandorf. Unser direkter Verfolger war darauf aus, uns die Tabellenspitze streitig zu machen, dafür brauchten sie aber einen hohen Sieg. Der Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst, mussten wir wegen Ausfällen in der Ersten dennoch auf zwei unserer Stammspieler verzichten, konnten aber trotzdem eine starke Mannschaft aufstellen. Da auch Schwandorf mit starker Besetzung an den Start ging, waren einige spannende Partien zu erwarten.

Währenddessen ging die erste Partie schnell zu Ende. Am vierten Brett tauschte Svatoslav Zitek in der Eröffnung die Damen und einigte sich kurz danach auf Remis.

Auch am Spitzenbrett erreichte Bedrich Prochazka eine ausgeglichene Stellung. Da hier beide Seiten keinen Weg sahen, Fortschritt zu machen, einigten sie sich ebenfalls auf eine Punkteteilung.

Manfred Oppel konnte an Brett acht in der französischen Verteidigung seine schlechten Leichtfiguren tauschen. In der resultierende Stellung konnte er die Initiative an sich reißen und die weiße Königsstellung angreifen. Sein Gegner fand keinen sinnvollen Plan sich zu verteidigen und musste sich geschlagen geben, als das Matt nicht mehr zu verteidigen war.

Am zweiten Brett öffnete sich in der Slawischen Verteidigung von Milo Müller die c-Linie. Da diese keiner für sich beanspruchen konnte und sich auch die Bauern auf der Damenseite festgelegt hatten, entschied man sich auch hier, in einer ausgeglichenen Stellung die Partie unentschieden zu geben.

Johannes Denz spielte an Brett drei mit weiß gegen die Skandinavische Verteidigung. Nachdem er früh die Damen tauschte, konnte er mit seinen Figuren das Zentrum besetzen und seinen Gegner zur Inaktivität zwingen. Schließlich gewann er taktisch eine Qualität, musste aber seinen Springer aus der gegnerischen Stellung befreien. Durch eine drohende Öffnung der e-Linie auf den weißen König kam sein Gegner zu Gegenspiel und konnte mit seinem aktiven Turm und Springer zwei Bauern gewinnen. Schließlich einigte man sich auch hier zu einem Remis.

An Brett sieben spielte Michael Betz mit den weißen Steinen das Damengambit. Bei einer Mattdrohung seines Gegners blockierte er diese mit dem falschen Bauern und verlor einen solchen. Diese Schwächung seiner Stellung erwies sich schließlich als entscheidender Fehler, durch den die schwarzen Figuren in die Königsstellung eindringen konnten und Michael sich nach Materialverlust schließlich geschlagen gab.

Rudolf Schicker fand sich am sechsten Brett in einem Turmendspiel mit Mehrbauern wieder. Obwohl er dieses bis zum Ende spielte, fand sein Gegner die richtigen Züge und hielt so Remis.

Stefan Simmerl musste sich am fünften Brett mit schwarz gegen einen Königsangriff wehren. Sein Gegner konnte trotzdem eine Gewinnstellung erreichen und sich einen gedeckten Freibauern auf b7 bilden. Auch letzte Versuche, vielleicht noch eine Patt-Falle zu bauen schlugen fehl und die Partie endete schließlich im Verlust.

Durch diesen 4,5-3,5 Sieg konnte der SK Schwandorf zwar aufholen, und obwohl Schwandorf noch eine Begegnung mehr zu spielen hat als wir, haben wir dennoch einen guten Puffer von 9,5 Brettpunkten aufgebaut, der nur schwer einzuholen sein wird.

Der nächste Spieltag wird am 05.03. zuhause gegen den SC Erbendorf stattfinden.

Jugend-Team punkt doppelt

Am vergangenen Samstag stand in Postbauer-Heng der zweite Doppelspieltag der Jugend-Landesliga Nord auf dem Programm. Dort trafen sich alle acht Mannschaften der Liga. Unser Jugendteam machte sich dabei um 8:00 Uhr auf den Weg in die oberpfälzer Marktgemeinde an der Grenze zu Mittelfranken, um nach knapp zwölf Stunden mit überraschenden vier Mannschaftspunkten im Gepäck wieder heimzukehren.

In der Vormittagsrunde saßen unsere Jugendlichen nur drei Gegenspielern vom SC Höchstadt an der Aisch gegenüber. Die Mittelfranken, die „schachpolitisch“ in Oberfranken angesiedelt sind, mussten kurzfristig auf einen Spieler verzichten, so dass Benedikt Sperber an Brett vier zu einem kampflosen Sieg kam. Im Vertrauen auf die vorderen Bretter einigte sich Christian Kraus an Brett drei mit seinem Kontrahenten sehr früh auf ein Remis. Diese Rechnung ging auf, denn am Spitzenbrett erreichte Philipp Mark gegen das Londoner System schon nach der Eröffnung eine bequeme Stellung. Nachdem er insbesondere mit seinen Schwerfiguren immer mehr positionellen Druck ausüben konnte, unterlief seinem Gegner ein Fehler, der Material kostete und wonach dieser sofort aufgab. Nun wollte auch noch Milo Müller an Brett zwei einen ganzen Punkt zum bereits feststehenden Mannschaftserfolg beisteuern. Im geschlossenen Sizilianer konnte er früh eine Initiative am Königsflügel entwickeln. Nach einem größeren Handgemenge im Mittelspiel mündete die Partie in ein Läufer- gegen Springerendspiel mit einem Mehrbauern. Allerdings wurde Milos Bedenkzeit allmählich knapp – in der Jugend-Landesliga wird ohne Inkrement gespielt. Kurz vor der entscheidenden Umwandlung eines Bauern in eine Dame, aber mit nur 45 Sekunden auf der Uhr, gab sein Kontrahent auf, womit ein 3,5:0,5 Sieg feststand.

Nach einem türkisch-italienischen Mittagessen ging unser Team gut gestärkt, aber als krasser Außenseiter in das Match gegen den Traditionsverein SC 1868 Bamberg. Hier wuchsen unsere Jugendlichen über sich hinaus. An Brett zwei hatte Milo Müller wieder einen geschlossenen Sizilianer auf dem Brett, wo er schon ausgangs der Eröffnung positionelle Vorteile hatte. Nach dem Übergang in ein damenloses Mittelspiel verwertete er sein Übergewicht in zwei Mehrbauern. Ohne jegliches Gegenspiel gab sein Gegner kurz danach auf. An Brett drei wehrte sich Christian Kraus gegen seinen 800 DWZ „schwereren“ Kontrahenten nach Kräften. In einer katalanischen Hauptvariante hatte der Bamberger aber die tieferen Theoriekenntnisse, wonach Christian immer mehr in die Defensive gedrängt wurde. Schließlich kostete dies zunächst eine Qualität und wenig später die Partie. Ohne Furcht wählte Benedikt Sperber am vierten Brett das Damengambit gegen seinen mehr als 700 DWZ höher eingeschätzten Gegenspieler. Im weiteren Verlauf übte er auf der halboffenen c-Linie vorbildlichen Druck mit seinen Schwerfiguren aus. Dieser mündete in einen Qualitätsgewinn. Anschließend nutzte Benedikt seinen Materialvorteil zu einem unwiderstehlichen Mattangriff. Mit dieser 2:1 Führung im Rücken erstickte Philipp Mark an Brett eins sämtliche Versuche seines Gegners, Vorteile zu erzielen, im Keim. In einer russischen Verteidigung erwiesen sich beide Spieler theoretisch gut vorbereitet. Nach und nach wurden immer mehr Figuren abgetauscht. Schließlich entstand in der letzten noch laufenden Partie im Turniersaal ein Bauernendspiel, in dem das Remis unausweichlich war. Somit stand ein völlig unerwarteter 2,5:1,5 Erfolg fest.

2. Mannschaft baut Vorsprung weiter aus

Am fünften Spieltag trat unsere Zweite zuhause gegen den TSV Nittenau an. Als Tabellenführer und mit einem fast 200 Punkten höheren DWZ-Durchschnitt nahmen wir hier eine klare Favoritenrolle ein.

Durch Benedikt Stock gingen wir am achten Brett früh in Führung. Nachdem der König seines Gegners bei offener Stellung nicht zur Rochade kam, konnte Benedikt mit Turm und Dame zum Angriff ansetzen, der ihm schließlich den Sieg einbrachte.
Am siebten Brett kam Michael Betz in der Eröffnung in Vorteil, als er einen Zentrumsbauern gewinnen konnte. Im danach entstandenen Läufer-Turm-Endspiel ließ er mit seinem gedeckten Freibauern nichts anbrennen und sicherte sich ebenfalls einen ganzen Punkt.
Svatoslav Zitek erreichte an Brett vier ebenfalls eine angenehme Eröffnungsstellung. Sein Gegner schaffte aber den Ausgleich und aktivierte seine Dame. Durch ein Dauerschach musste sich Svatoslav schlussendlich mit einem halben Punkt zufrieden geben.
Am zweiten Brett gewann André Zimmermann im Mittelspiel einen Bauern. Als er auch noch den gegnerischen Läufer fesseln konnte und so die Dame zum Decken zwang, erwies sich sein laufender Freibauer als zu stark und sein Gegner gab sich geschlagen.
An Brett drei kämpfte Johannes Denz nach der Eröffnung um seinen geschwächten Zentrumsbauern. Nachdem er eine vorbereitete Taktik nicht spielen konnte, verlor er wenig später in klar schlechterer Stellung eine Figur und damit die Partie.
Auch Bedrich Prochazka hatte am Spitzenbrett mit einer komplizierten Stellung zu kämpfen. Hier spielte schließlich die Zeit die entscheidende Rolle und kostete ihm die Partie.
Am fünften Brett konnte Stefan Simmerl im Endspiel einen Bauern gewinnen. Nachdem sich sein Gegner auf einen schlechten Tausch einließ, erwiesen sich die beiden vereinzelten Freibauern stärker als die verbundenen und war gezwungen aufzugeben.
Am sechsten Brett spielte Rudolf Schicker ein ausgeglichenes Endspiel, bei dem er sich auf ein Remis einigte, als der Mannschaftskampf bereits entschieden war.

Der Endstand von 5-3 war damit zwar etwas knapper als erwartet, baute aber dennoch den Vorsprung unserer bislang ungeschlagenen Zweiten zu den Verfolgern weiter aus.
Der nächste Spieltag findet am 05.02 gegen den SK Schwandorf statt.

3. Mannschaft ist Halbzeitmeister!

Am 5. Spieltag musste die 3. Mannschaft des SC Windischeschenbach zum direkten Konkurrenten um den Spitzenplatz den Schachfreunden Roding reisen. Da beide Seiten mit etwa gleich starken Aufstellungen antraten, entwickelten sich von Anfang an allen vier Brettern sehr interessante Partien.

An Brett 1 (W) wählte Manfred Oppel die Englische Eröffnung und konnte durch geschicktes Figurenspiel einen leichten Vorteil im Mittelspiel erreichen. Durch einen ungünstigen Doppel-Turmabtausch seines Gegners vergrößerte sich der Vorteil des Weißen und der Rodinger konnte sich nur noch auf die Verteidigung beschränken. Beim Stand von 2-1 für unsere Mannschaft entschied sich Manfred zur Punkteteilung, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. (½-½)

An Brett 2 (S) spielte Johanna Sperber gegen die Spanische Eröffnung als ihr Gegner schon in der Eröffnung den Königsbauern schlug. Johanna baute daraufhin Druck im Zentrum auf und gewann den Bauern als bald zurück. Nachdem alle Leichtfiguren abgetauscht wurden, entstand ein ausgeglichenes Schwerfiguren-Endspiel, in dem dem Rodinger ein grober Fehler unterlief und schon wenige Züge später die Segel streichen musste. (½-1½)

An Brett 3 (W) entschied sich Christian Kraus für die Eröffnung mit dem Damenbauern, woraus sich ein angenommenes Damengambit entwickelte. Schon bald gelang es Christian durch seinen Raumvorteil seine Figuren aktiv zu positionieren und nach ungenauer Verteidigung des Rodingers gewann Christian im Mittelspiel eine Leichtfigur. Diesen Vorteil baute er nach und nach aus, was letztendlich zum verdienten Partiegewinn führte. (½-2½)

An Brett 4 (S) erreichte Benedikt Sperber gegen das Damengambit eine durchaus ausgeglichene Stellung. Seinem Gegner gelang es jedoch seine Figuren harmonisch aufzubauen und dadurch Druck auf das Zentrum auszuüben. Leider startete Benedikt einen nicht genügend gut vorbereiteten Angriff am Damenflügel, was in der Folge zu Material- und Partieverlust führte. (1½-2½) 

Mit dem knappen Sieg gegen den direkten Konkurrenten liegt die 3. Mannschaft nach der Vorrunde mit drei Punkten Vorsprung klar an der Spitze der Liga und ist gut für die anstehende Rückrunde gerüstet.

1. Mannschaft wieder im Aufwind

Nach dem hart erkämpften Auswärtssieg beim SC JÄKLECHEMIE, empfingen wir zum ersten Ligaspiel des neuen Jahres die Mannschaft vom SC Schwarz-Weiß Nürnberg. Beide Teams traten gleichermaßen leicht ersatzgeschwächt zu diesem richtungsweisenden Kampf an. Auf unserer Seite konnten unsere tschechischen Freunde FM Zdenek Haba und Jaroslav Illetsko aus privaten Gründen leider nicht mit von der Partie sein, sie wurden jedoch durch Routinier Rudi Schön und Jungspunt Milo Müller bestmöglich vertreten. Bei einem Sieg hätten wir weiterhin eine Außenseiterchance auf die Meisterschaft, während die Nürnberger sich deutlich Luft im Abstiegskampf hätten verschaffen können. Bei einer Niederlage jedoch wäre die Saison ohne Aussichten nach oben und ohne echte Gefahr nach unten für uns praktisch gelaufen gewesen, während unser Gegner auf einen potentiellen Abstiegsplatz zurückfallen würde. Beste Voraussetzungen also für ein spannendes Match!

An Brett 1 (S) landete Tobias Brunner in einer Englischen Eröffnung um den 15. Zug herum in einer leicht gedrückten Stellung, die seinem Gegner die besseren Aussichten versprach. Der Nürnberger startete mittels eines Bauernopfers eine Initiative am Damenflügel, fand jedoch gegen die stoische Verteidigung von Tobias keine durchschlagende Fortsetzung und musste sich mit dem Rückgewinn des Materials begnügen. Als sein Vorteil verflogen war, bot er Remis an, was Tobias in Anbetracht der günstig stehenden Mannschaftskameraden und kurzer Rücksprache mit den selben annahm. (½-½)

An Brett 2 (W) wählte Christian Müller gegen die Sizilianische Verteidigung seines Gegner und exakten Namensvetters erneut die bekannte Alapin-Variante, in der er durch ein Bauernopfer schon nach wenigen Zügen eine scharfe Gangart einschlug. Der Nürnberger geriet in Entwicklungsrückstand und musste sich einer zunehmend unangenehmen Initiative erwehren. Christian verdichtete seinen Vorteil Zug um Zug, fand aber am Ende nicht den entscheidenden Schlag, um die Partie zu einem siegreichen Abschluss zu bringen. Bei herannahender Zeitnot entschied er sich trotz noch immer vorhandenen Vorteils für den Spatz in der Hand und einigte sich mit seinem Kontrahenten auf Remis. Im Endeffekt zwar etwas schade für ihn persönlich, aber in Anbetracht der zu diesem Zeitpunkt günstig stehenden Kameraden sehr mannschaftsdienlich. (1-1)

An Brett 3 (S) wurde Philipp Mark mit dem altehrwürdigen Königsgambit überrascht. Es entwickelte sich ein zähes Positionsspiel, in dem sein Gegner über Raumvorteil im Zentrum verfügte und nach dem Rückgewinn des Bauern die besseren Aussichten besaß. In einem intensiven Mittelspiel fanden beide Spieler nicht immer die besten Züge und so schlug das Pendel mal zur einen, mal zur anderen Seite aus. Mit fortschreitender Zeit konnte sich Philipp schließlich befreien und in einer völlig ausgeglichenen Stellung wäre ein Remis das folgerichtige Ergebnis gewesen. Doch vermutlich aufgrund des insgesamt schlecht stehenden Mannschaftskampfs, entschied sich der Nürnberger auf Sieg zu spielen und beging mit dem Schlagen eines vergifteten Bauern einen folgenschweren Fehler. Geschockt durch den plötzlichen Gang der Ereignisse unterlief ihm gleich im nächsten Zug ein grober Patzer, der Turmverlust und die sofortige Aufgabe nach sich zog. (2-1)

An Brett 4 (W) entschied sich Stephan Schmahl in einer Damenindischen Verteidigung für einen eher ungewöhnlichen Aufbau und versuchte mit einem ebensolchen Manöver in Vorteil zu kommen. Sein Vorgehen hatte unerwarteten Erfolg als der Nürnberger nicht die richtige, zum Ausgleich führende Antwort fand. Stephan konnte die Initiative übernehmen und den unrochierten gegnerischen König angreifen. Unter Druck fand sein Gegner kein wirkungsvolles Gegenspiel und geriet schon nach 15 Zügen auf die Verliererstraße. In der entscheidenden Phase ließ der Windischeschenbacher zwar gleich mehrere Möglichkeiten aus, die Partie früher zu beenden, doch letztlich erreichte er ein Endspiel mit gleich drei Mehrbauern, das er problemlos gewann. (3-1)

An Brett 5 (S) spielte Jindrich Novak wie üblich im Blitzmodus, doch diesmal schien er in seinem Gegner, dem überregional bekannten internationalen Schiedsrichter Wolfgang Fiedler, seinen Meister gefunden zu haben. In einer Bird-Eröffnung schleuderten beide Spieler ihre Züge nur so aufs Brett und landeten trotz einer ursprünglich sehr verschachtelten Stellung innerhalb von Minuten in einem objektiv völlig ausgeglichenen Turm-Läufer-Endspiel. Leider aber war Jindrich im gegenseitigen Trommelfeuer ein Bauer abhanden gekommen, so dass der Nürnberger auf der Suche nach einem Gewinnweg schließlich doch etwas auf die Bremse trat. Obwohl objektiv gesehen mehr drin war, blieben die Versuche schlussendlich aber erfolglos und man trennte sich schiedlich friedlich Remis. (3½-1½)

An Brett 6 (W) beantwortete Miroslav Kalous die Leningrader Variante der Holländischen Verteidigung mit dem Karlsbader System. Beide Spieler richteten ihr Augenmerk auf das Zentrum, doch als der Nürnberger einen unnötigen Königszug machte, konnte Miroslav eine vorteilhafte Stellung erlangen und dauerhaft Druck auf die geschwächte schwarze Königsstellung ausüben. Der Windischeschenbacher suchte nach einer Entscheidung, wurde aber nicht fündig. Doch als sein Gegner erst eine gute Möglichkeit zum Ausgleich übersah und anschließend auch noch einen schweren Fehler beging, war es um ihn geschehen. Miroslav nutzte die Gunst der Stunde, aktivierte seine Figuren maximal und demonstrierte eindrucksvoll wie hilflos passive Springer gegen ein entfesseltes Läuferpaar sein können. Kurz vor der Zeitkontrolle stellte der Nürnberger den aussichtslosen Widerstand ein und streckte die Waffen. (4½-1½)

An Brett 7 (S) bekämpfte Rudolf Schön das Morra-Gambit gegen seine Sizilianische Verteidigung mit einem sofortigen Gegenstoß im Zentrum, womit er eingangs des Mittelspiels eine bequeme und ausgeglichene Stellung erreichte. In der Folge wogte der Kampf hin und her ohne dabei die Remisbreite zu verlassen. Doch als der Nürnberger im 23. Zug unvermittelt einen Bauern einstellte, geriet er in die Defensive. Rudi verbesserte geduldig die Position seiner Figuren und lauerte auf seine Chance. Und die kam, als sein Kontrahent unnötigerweise die verbliebenen Läufer tauschte und sich danach in einem verlorenen Turmendspiel wiederfand. Direkt nach der Zeitkontrolle besiegelte ein weiterer Fehler dann endgültig sein Schicksal, wonach der Rest für den Windischeschenbacher nur noch eine Sache der Technik war. (5½-1½)

An Brett 8 (W) griff Milo Müller gegen die Sizilianische Verteidigung seines Gegners zum tendenziell aggressiven Grand-Prix-Angriff, der sich jedoch zunächst eher zu einem gegenseitigen Geplänkel entwickelte. Während Milo versuchte, seine Figuren Richtung Königsflügel zu befördern, breitete sich der Nürnberger am Damenflügel aus, ohne dort etwas erreichen zu können. Als er schließlich unvorsichtigerweise direkt in den sich anbahnenden Angriff hinein rochierte, wurde sein am Rand festhängender Springer ein Opfer der weißen Streitkräfte. Zwei Bauern, die er im Gegenzug erhielt waren keine ausreichende Kompensation und nachdem der Windischeschenbacher seine Mehrfigur langsam aber sicher zur Geltung bringen konnte, unterlief dem Gast ein erneuter taktischer Fehler, der weiteres Material kostete und die baldige Aufgabe nach sich zog. (6½-1½)

Nach diesem überraschend hohen Heimsieg liegt die Mannschaft mit jetzt 8-2 Punkten nur aufgrund der weniger erzielten Brettpunkte auf dem vierten Tabellenplatz, weiterhin in Lauerstellung auf die knapp vor uns liegende Konkurrenz aus Fürth, Forchheim und Regensburg. Die nächste Runde findet am 5. Februar statt, dann wieder auswärts beim aktuellen Tabellenschlusslicht, der SG Büchenbach/Roth. Ohne überheblich sein zu wollen, kann unser Ziel nur ein Sieg sein, auch wenn wir niemanden unterschätzen sollten. Wir freuen uns auf den Kampf!

Glatter Sieg im Viererpokal – Windischeschenbach ist im Halbfinale!

Am Sonntag vor einer Woche reiste das bisher so erfolgreiche Viererpokal-Team zum Viertelfinale nach Sulzbach-Rosenberg, um gegen den dortigen Schachclub um den Einzug in die Vorschlussrunde anzutreten. Mit drei Spielern aus der 1. Mannschaft und Jungtalent Milo Müller war uns nicht bange, um so mehr, als wir an jedem Brett einen nominellen DWZ-Vorteil aufwiesen und somit klarer Favorit waren.

An Brett 1 (W) wählte Tobias Brunner gegen die Sizilianische Verteidigung den geschlossenen Aufbau und erreichte eine leicht vorteilhafte Stellung. Um nicht weiter in die Defensive gedrängt zu werden, entschloss sich sein Gegner zu einem riskanten Figurenopfer für zwei Bauern und Angriffschancen gegen den weißen König. Tobias behielt jedoch die Nerven, entschärfte alle Drohungen und landete schließlich in einem besseren Endspiel, das er souverän zum vollen Punkt verdichtete. (0-1)

An Brett 2 (S) sah sich Stephan Schmahl mit einer Anti-Holländischen Nebenvariante konfrontiert, die er gut behandelte und eine ausgeglichene Stellung erreichte. Als sein Gegner keinen Weg fand, die schwarze Festung zu erschüttern, konnte Stephan nach und nach selbst die Initiative übernehmen und den Sulzbacher in die Verteidigung drängen. Nachdem einige Figuren inklusive der Damen getauscht wurden, verblieb der Windischeschenbacher mit dem besseren Endspiel, das er dank seines starken zentralisierten Springers Schritt für Schritt zum Gewinn führen konnte. (0-2)

An Brett 3 (S) erreichte Philipp Mark in der Abtausch-Variante der Caro-Kann-Verteidigung schon früh eine ausgeglichene Stellung. Im Mittelspiel lavierten beide Kontrahenten lange Zeit ihre Figuren, ohne dabei einen nennenswerten Vorteil zu erreichen. Erst im Endspiel neigte sich die Waagschale zu Philipps Gunsten als er mit seinen Türmen Druck gegen einen rückständigen Bauern aufbauen konnte. Solchermaßen in die Verteidigung gedrängt, unterlief dem Sulzbacher schließlich ein verhängnisvoller Fehler, der ihn entscheidend Material kostete. Das kurze Zeit später entstandene Bauernendspiel führte der Windischeschenbacher anschließend problemlos zum Sieg. (0-3)

An Brett 4 (W) startete Milo Müller gegen die völlig missratene Eröffnung seines Gegners schon früh einen Königsangriff, der die Schwächen in der schwarzen Stellung schonungslos aufdeckte. Überfordert mit den weißen Drohungen, verlor der Sulzbacher nach einem Bauern schließlich auch noch eine Figur und musste sich kurze Zeit später in aussichtsloser Lage geschlagen geben. (0-4)

Nach diesem ungefährdeten, wenn auch in der Höhe unerwarteten, 4-0 Sieg hat sich die Mannschaft erstmals seit der Saison 2014/15 wieder für das Halbfinale des oberpfälzischen Viererpokals qualifiziert. Bei der Auslosung war uns Fortuna hold und wir bekamen nicht nur ein Heimspiel, sondern mit dem SK Schwandorf auch den vermeintlich leichtesten Gegner zugeteilt. In einem Halbfinale gibt es jedoch nichts geschenkt und so ist am 16. April mit einem harten und spannenden Kampf zu rechnen. Der zweite Finalist wird zwischen den beiden Regensburger Schwergewichten und Erzrivalen Bavaria und Post/Süd ermittelt.

Weihnachtspause

Nach einem ereignisreichen und sportlich erfolgreichen Jahr 2022 machen wir mit dem Präsenztraining vom 23.12.2022 bis 06.01.2023 eine kleine Weihnachtspause.

Im neuen Jahr findet das erste Präsenztraining am 13.01.2023 ab 18:30 Uhr in unserem Klassenraum der Grund- und Mittelschule statt.

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein insbesondere gesundes neues Jahr 2023!

3. Mannschaft verteidigt Spitzenplatz in der Kreisliga II

Am letzten Sonntag traf die 3. Mannschaft vom SC Windischeschenbach auf die 2. Mannschaft unseres Nachbarn SC Erbendorf. Als aktuell Führender in der Kreisliga II wollten die Windischeschenbacher ihren Spitzenplatz in der Liga verteidigen, was gemäß der Mannschaftsaufstellung beider Teams eine lösbare Aufgabe zu sein schien, da der Heimverein an jedem Brett nominell stärker aufgestellt war. 

An Brett 4 (W) spielte Christian Kraus mit den weißen Steinen ein Damengambit und übernahm schon früh die Initiative in der Partie. Obwohl er die Chance auf großen Vorteil vergab, blieb der Windischeschenbacher weiter am Ball und baute kontinuierlich Druck auf die Stellung des Schwarzen auf, dem dieser auf Dauer nicht mehr Stand halten konnte. Nach einem groben Fehlzug verlor der Erbendorfer eine Leichtfigur und damit die Partie. (1-0) 

Nach langer Pause wählte Michael Betz am 1. Brett (S) die Französische Verteidigung. Sein Gegner opferte bereits früh in der Partie eine Bauern, um die Initiative zu übernehmen, doch durch ungenaues Spiel stellte der Erbendorfer ein paar Züge später einen weiteren Bauern ein, was Michael in gedrückter Stellung das Leben deutlich erleichterte. Als der Windischeschenbacher klar auf Gewinn stand, verlor er den Faden und vergab durch eine paar minderwertige Züge seinen gesamten Vorteil. Damit nicht genug, leistete er sich auch noch einen klassischen Fehlgriff der zum sofortigen Verlust der Partie führte. (1-1)

Der Gegner von Markus Schwengler an Brett 2 (W) wählte eine sehr ungewöhnliche Verteidigung, was Markus genügend Zeit gab, seine Figuren gut zu positionieren und nach und nach Druck auf die schwarze Stellung aufzubauen. Der Erbendorfer fand kein Gegenspiel und harrte der Dinge, die da kommen. Nachdem er seine Figuren am Damenflügel positionierte, gelang es Markus den Königsflügel zu öffnen um dort einen Angriff zu starten. Durch die Abseitsstellung der schwarzen Verteidigungsfiguren schlug die weiße Attacke sehr schnell durch und kurz vor dem Matt strich der Erbendorfer die Segel. (2-1)

Unser Brett 3 (S) Spieler Simon Lamm wählte mit den schwarzen Figuren die Königsindische Verteidigung, wobei Simon schon früh den weißen Königsläufer abtauschen konnte. Beim Kampf um das Zentrum erzielte der Erbendorfer einen leichten Raumvorteil, doch nach ungenauem Spiel gelang es Simon die Partie zu drehen und in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln. Den Sieg vor Augen verzählte sich Simon leider bei der Bauernumwandlung und geriet in ein nicht mehr zu gewinnendes Damenendspiel, das sein Gegner jedoch leichtfertig verspielte und Simon so doch noch den ganzen Punkt einfahren konnte. (3-1) 

Durch den ungefährdeten 3 – 1 Sieg darf die 3. Mannschaft des SC Windischeschenbach über die Weihnachtstage auf dem Spitzenplatz in der Kreisliga überwintern.

Im Januar kommt es zum Showdown mit dem direkten Verfolger SF Roding. Hier würde bereits ein Unentschieden genügen, um den Meistertitel unter Dach und Fach zu bringen.

1. Mannschaft gelingt wichtiger Auswärtssieg

Nach der derben Heimpleite gegen Fürth stand beim letzten Kampf vor dem Jahreswechsel das Auswärtsspiel beim Aufsteiger SC JÄKLECHEMIE auf dem Programm. Während die Nürnberger auf ihre beiden Spitzenbretter verzichten mussten, konnten wir wieder in Bestbesetzung antreten und wollten unseren klaren durchschnittlichen DWZ-Vorteil von fast 200 Punkten unbedingt nutzen. Aufgrund der Tabellenkonstellation kam der Begegnung eine vorentscheidende Rolle für den weiteren Saisonverlauf zu. Bei einer Niederlage würden wir ins Mittelfeld abrutschen und müssten uns mit einem möglichen Abstieg beschäftigen. Bei einem Sieg hingegen gäbe es noch Aussenseiterchancen, um die Meisterschaft mitzuspielen. Dementsprechend motiviert gingen wir ans Brett und es entwickelte sich ein spannender Kampf auf Biegen und Brechen.

An Brett 1 (W) entschied sich FM Zdenek Haba in der Katalanischen Eröffnung zu einem Bauernopfer, das ihm zwar Raumvorteil im Zentrum einbrachte, aber letztendlich nicht genügend Angriffschancen bot, um den Materialnachteil zu kompensieren. Der Nürnberger verteidigte sich umsichtig und konnte seinen Vorteil bewahren, doch dann wurde er leichtsinnig und schlug einen zweiten Bauern, wonach die Stellung wieder ausgeglichen war. Anstatt nun seine abseits stehenden Springer zurück ins Kampfgeschehen zu führen, rochierte er gleich im nächsten Zug direkt in den sich anbahnenden Angriff hinein. Zdenek ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, übernahm mit einem Springeropfer die Initiative und jagte den gegnerischen König über das ganze Feld. Kurz vor dem Matt gab sein Gegner schließlich den Widerstand und die Partie auf. (1-0)

An Brett 2 (S) fand Tobias Brunner in einem Abgelehnten Damengambit nicht die beste Figurenaufstellung, doch als sein Gegner freiwillig sein Läuferpaar aufgab, sah es so aus, als würde sich die Stellung in einem dynamischen Gleichgewicht einpendeln. Tobias ging jedoch zu optimistisch an die Sache ran und gab seinem Gegner die Möglichkeit, langsam einen bedrohlichen Königsangriff aufzubauen. Als ihm die Gefahr bewusst wurde, war es bereits zu spät und der Nürnberger hätte den Sack endgültig zumachen können. Doch völlig unverhofft griff dieser daneben und Tobias hätte sich durch Damentausch in ein ausgeglichenes Endspiel retten können. Stattdessen wählte er jedoch einen verfehlten Gegenangriff und wurde durch ein starkes Turmopfer aus allen Träumen gerissen und matt gesetzt. (1-1)

An Brett 3 (W) wählte Christian Müller gegen die Sizilianische Verteidigung seines Gegner die beliebte Alapin-Variante. Bis ins Mittelspiel folgte man bekannten Theoriepfaden, bis der Nürnberger mit einem zweifelhaften Aufzug seines f-Bauern in ernsten Nachteil geriet. Christian übernahm die Initiative und setzte den gegnerischen Damenflügel schwer unter Druck. Als er jedoch in der entscheidenden Phase gleich mehrfach die beste Fortsetzung verpasste, wendete sich das Blatt. Trotz starker Zeitnot gelang es seinem Gegner nun seinerseits einen starken Angriff zu entfachen in dessen Folge er eine klare Gewinnstellung erreichte. Doch zwei Züge vor der Zeitkontrolle unterlief ihm ein schwerer Fehler, der es dem Windischeschenbacher erlaubte ein Remis durch Dauerschach zu forcieren. (1½-1½)

An Brett 4 (S) wurde Philipp Mark in einem der Italienischen Partie angelehnten Läuferspiel schon früh von seiner Gegnerin attackiert. Ohne Rücksicht auf Verluste verzichtete sie auf die Rochade und warf ihre Königsflügelbauern nach vorne. Der Windischeschenbacher war sichtlich beeindruckt und stand nach mehreren Fehlern komplett auf Verlust. Wie durch ein Wunder überlebte er aber nicht nur den weißen Angriff, sondern auch alle weiteren Versuche der Nürnbergerin, bis er schließlich in einem haltbaren Turmendspiel mit einem Minusbauern landete. Es folgten auf beiden Seiten weitere Irrungen und Wirrungen bis Philipp im 70. Zug nach fast fünf Stunden Spielzeit in Remisstellung der letzte Fehler unterlief. Danach war die Partie entschieden und er musste sich kurze Zeit später geschlagen geben. (1½-2½)

An Brett 5 (W) spielte Stephan Schmahl in einer Slawischen Verteidigung schon in der Eröffnung ungenau und musste sich mit einer ausgeglichenen Stellung begnügen. Nach Abschluss der Figurenentwicklung unterliefen dem Nürnberger eingangs des Mittelspiels gleich mehrere Fehler, die zu klarem oder entscheidendem Nachteil hätten führen können. Doch leider ließ Stephan alle Gelegenheiten ungenutzt und wickelte stattdessen in ein ausgeglichenes Endspiel ab. Enttäuscht vom Partieverlauf machte der Windischeschenbacher nun seinerseits einen groben Fehler, der den sofortigen Partieverlust zur Folge hätte haben können. Doch er hatte Glück im Unglück, dass sein Gegner das gewinnbringende Manöver trotz 20-minütigen Nachdenkens nicht erkannte und stattdessen einen Generalabtausch einleitete, der zu einer völlig ausgeglichenen Stellung und sofortigem Remisschluss führte. (2-3)

An Brett 6 (S) erreichte Jindrich Novak nach ruhiger Eröffnung in einer Philidor-Verteidigung bis zum Mittelspiel eine nahezu ausgeglichene Stellung, wobei er sogar zwei Möglichkeiten zu Vorteil ausgelassen hatte. Bei einem anschließenden Bauerntausch im Zentrum wählte er jedoch den falschen Weg und stand nach einem sehenswerten Scheinopfer seiner Gegnerin glatt auf Verlust. Mit einem Minusbauern und schlechterer Stellung waren weitere Materialverluste die logische Folge. Letztendlich konnte er mit drei Bauern weniger nur noch auf die horrende Zeitnot und die daraus resultierende Nervosität der Nürnbergerin hoffen. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor sie tatsächlich die Nerven und erlaubte Jindrich eine Abwicklung in eine völlig ausgeglichene Stellung. Frustriert aufgrund der vertanen Chancen unterlief ihr schließlich in klarer Remisstellung ein haarsträubender Fehler und der Windischeschenbacher kam zu einem mehr als glücklichen Sieg. (3-3)

An Brett 7 (W) bekämpfte Jaroslav Illetsko die Skandinavische Verteidigung seines Gegners mit einer Nebenvariante klassischer Ausprägung. Solchermaßen überrascht reagierte der Nürnberger sehr zaghaft und geriet in eine passive Stellung, aus der er auch im Mittelspiel nicht auszubrechen vermochte. Geduldig lavierte Jaroslav seine Figuren auf die besten Plätze und schnürte den Gegner immer mehr ein. Alle Versuche, sich aus der Umklammerung zu befreien waren zum Scheitern verurteilt und nach einem letzten Aufbäumen musste der Gegner dem Dauerdruck schließlich Tribut zollen, verlor eine Figur und gab die aussichtslose Partie auf. Nach dieser überzeugenden Vorstellung ist unser Methusalem nun mit 3 aus 3 der einzige Windischeschenbacher mit einer Punktausbeute von 100%! (4-3)

An Brett 8 (S) sah sich Miroslav Kalous mit der eher seltenen aber giftigen Trompowsky-Eröffnung konfrontiert, gegen die er mit einem klassischen Aufbau mit Fianchetto des Damenläufers antwortete. Im Mittelspiel belauerten sich die Kontrahenten beim Kampf um das Zentrum, ohne dass eine Seite einen nennenswerten Vorteil verzeichnen konnte. Doch mit einem Mal überschlugen sich die Ereignisse. Den Aufmarsch am Damenflügel wollte Miroslav mit einem Gegenangriff am Königsflügel begegnen, vernachlässigte dabei aber sein Zentrum und hätte in große Schwierigkeiten geraten können. Als der Nürnberger diese Chance verpasste, konnte der Windischeschenbacher die Initiative übernehmen und doch noch den geplanten Königsangriff realisieren. Innerhalb weniger Züge wurde dieser unwiderstehlich und zwang den Gegner kurz vor dem Matt zur Aufgabe. (5-3)

Nach diesem hart erkämpften, in manchen Phasen etwas glücklichen, aber schlussendlich nicht unverdienten 5-3 Auswärtssieg befindet sich die Mannschaft mit 6-2 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, weiterhin in Lauerstellung auf die knapp vor uns liegende Konkurrenz aus Regensburg, Fürth und Forchheim.

Weiter geht es im neuen Jahr mit einem Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des SC Schwarz-Weiß Nürnberg Süd, die mit aktuell 3-5 Punkten den Blick nach unten richten muss und alles daran setzen wird, nicht noch weiter in der Tabelle abzurutschen. Wir erwarten einen spannenden Kampf mit durchaus realistischen, aber sicher nicht leicht zu realisierenden Siegchancen für unser Team.

2. Mannschaft setzt sich auswärts durch

Nachdem wir am letzten Spieltag mit einem blauen Auge davonkamen, standen für die zweite Mannschaft am vierten Spieltag die Schachfreunde Luhe-Wildenau als nächster Gegner an. Hier gingen wir erneut als klarer Favorit an den Start.

Dies zeichnete sich vor allem an den hintere Brettern ab. So konnte Benedikt Stock am achten Brett die Königsstellung seines Gegners aufbrechen. Beim darauf folgenden Angriff verlor sein Gegner die Dame und gab sich geschlagen.
Auch an Brett sieben erreichte Rudolf Schicker eine bessere Stellung und konnte schließlich durch Materialgewinn die Partie für sich entscheiden.
Svatoslav Zitek erreichte an Brett fünf eine angenehme Stellung. Sein Gegner verteidigte jedoch alle Versuche, in Vorteil zu kommen, weshalb man sich am Ende auf Remis einigte.
Am dritten Brett hatte Milo Müller auch leichten Vorteil. Nachdem er seinen Springer tauschen musste, konnten beide Spieler in einem Endspiel mit festgelegten Bauern keine Fortschritte machen und einigten sich ebenfalls auf Unentschieden.
Nach einer recht ausgeglichenen Partie konnte dafür Bedrich Prochazka am ersten Brett einen Patzer seines Gegner ausnutzen, der diesem eine Figur kostete. Dieser fand sich in einem Endspiel mit einer Figur weniger wieder und gab auf.
Mit einer seltsamen Eröffnung hatte Stefan Simmerl am sechsten Brett zu kämpfen. Sein Kontrahent wählte mit weiß eine sehr passive Eröffnung, durch die Schwarz sehr aktiv am Spiel teilnahm und den Ton angab. Im Mittelspiel versuchte der Schwarze über eine offene Linie mit seinem Turm die Königsstellung anzugreifen, verlor dabei aber eine Figur. Hier ließ sich Stefan nicht lange bitten und gewann wenig später die Partie.
Rudolf Schön hatte am zweiten Brett ein besseres Endspiel mit aktiveren Figuren, allerdings kam sein König in Bedrängnis. Eigentlich hatte sich der Rauch wieder gelegt, sein Gegner konnte dem König aber die Fluchtfelder abschneiden. Rudolfs eigene Figuren standen jetzt im Abseits und er musste sich geschlagen geben.
Am vierten Brett konnte Johannes Denz taktisch einen Bauern gewinnen und wickelte in ein Turmendspiel ab. Nachdem sich die Türme tauschten kam ein Damenendspiel mit zwei Mehrbauern zustande. Johannes konnte einen seiner Bauern nach vorne bringen und seinen König hinter Bauer und Dame vor einem Dauerschach verstecken. Kurz vor der Umwandlung zur zweiten Dame gab sein Gegner auf.

Mit diesem souveränen 6-2 Erfolg konnten wir so die Tabellenspitze verteidigen, wobei unser direkter Verfolger Schwandorf aufgrund der ungeraden Mannschaftszahl der Liga heute kein Spiel hatte.
Damit gehen wir nach einem sehr guten Saisonstart in die Winterpause, der nächste Spieltag findet erst im neuen Jahr statt. Hier werden wir am 15. Januar daheim den TSV Nittenau empfangen.