Die Dritte erleidet erneut einen herben Rückschlag und rutscht auf den dritten Rang in der Tabelle ab

Am 8.3.2026 hatte unsere dritte Mannschaft die zweite Mannschaft des SC Oberviechtach zu Gast. Es war ein spannender Wettkampf zu erwarten, da auch dieses Team in der Kreisliga 1 um einen vorderen Platz mitspielt. Nominell waren unsere Aussichten nicht schlecht, wir hatten an fünf Brettern eine leicht bessere DWZ als unsere Gegner. Nur unser Nachwuchsspieler Maximilian Warziwoda hatte einen Gegner mit besserer Wertungszahl. Die Unterschiede waren insgesamt aber nicht groß und so war an allen Brettern ein völlig offener Kampf zu erwarten.

Zunächst zeigte Maximilian, der an Brett 5 Schwarz hatte, dass er kein Lückenfüller, sondern ein durchaus ernst zu nehmender Spieler ist. Sein Gegner wählte einen zurückhaltenden Aufbau in einem Dameninder bzw. Damenbauernspiel was zu einem ausgeglichenen Spiel führte. Im 14. Zug zeigten sich die Früchte von Stefans Training. Maxi zog einen angegriffenen Läufer nicht sofort zurück, sondern fand eine elegante taktische Möglichkeit, das noch zu verzögern. Auch wenn das zu keinem großen Vorteil führte, war es aber doch die Variante, die auch der Computer als stärkste betrachtet. Im 21. Zug fand er aber dann erneut einen sehr guten Zug, der zu deutlicherem Vorteil führt. In der Folge konnte Maxi dann wieder seine taktischen Fähigkeiten zeigen und eine Qualität gewinnen. Und schließlich krönte er sein Spiel mit einer weiteren, gar nicht so offensichtlichen taktischen Feinheit, die ihm eine ganze Mehrfigur plus Bauer bescherte. Die technische Verwertung dieses Vorteils ließ sich der Oberviechtacher Spieler nicht mehr zeigen und gab auf.

An Brett 6 hatte Florian Süß mit Weiß die Englische Eröffnung auf dem Brett. Sein Gegner spielte engagiert und versuchte einen Springer auf dem schwach erscheinenden Feld d3 einzupflanzen. Dies ging aber auf Kosten der Entwicklung und objektiv betrachtet hätte der Springer dort auch nicht viel ausrichten können. Florian fand aber eine noch bessere Lösung, bei der er zwar nach einem bekannten taktischen Motiv in ähnlichen Strukturen einen Bauern verlor, aber dafür mit der besseren Entwicklung seiner Figuren sehr gute Kompensation hatte. In der Folge hätte Schwarz die Damen tauschen sollen, was einen leichten Vorteil für Weiß bedeutet hätte. Nachdem die Damen aber auf dem Brett blieben, konnte Florian mit Tempo seine Entwicklung vorantreiben. Der schwarze König saß auch noch in der Mitte fest und trotz des Minusbauern zeigt der Computer im 15. Zug sehr deutlichen Vorteil (+5) für Weiß bei einer reichhaltigen Auswahl an guten Zügen an. Zunächst spielte Florian auch gut weiter, verlor dann aber den Faden und tauschte im 21. Zug die Damen, wonach der ganze Druck weg war und die Bewertung auf 0 sinkt. In der Folge kommen dann noch zwei weiter Bauern abhanden und der Oberviechtacher lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Bei Rudolf Schicker mit Weiß am zweiten Brett ist die Eröffnung nicht klar zu benennen. Gegen das Fianchetto des Damenläufers spielt der Gegner seinen Läufer über e7 nach f6 und nachdem Rudi d2-d4 spielt entsteht ein Damenbauernspiel mit einer ungewöhnlichen Aufstellung von Schwarz. Auch wenn der Computer Weiß leichten Vorteil zuspricht ist der schwarze Aufbau aber kaum direkt zu widerlegen. Schwarz steht fest und die Partie verläuft ausgeglichen. Nach 20 Zügen einigen sich die Spieler auf Remis. Konkrete Ideen auf Gewinn zu spielen sind für keine Seite erkennbar. Zudem erschien die Lage an den restlichen Brettern für uns zumindest nicht ungünstig.

Dann aber nahm das Verhängnis seinen Lauf.

Simon Lamm an Brett 4 spielte das Londoner System, wogegen sich der Gegner mit einem königsindischen Aufbau wehrte. Bis zum 11. Zug ergab sich keine Feindberührung und die 5. Reihe blieb komplett frei. Keine Seite konnte einen Vorteil verbuchen. Vom 21. bis zum 26. Zug gab es dann nur Schlagzüge und es wurde übersichtlicher, wobei die Lage trotzdem kompliziert war. Simon konnte einen Bauern erbeuten, aber Schwarz hatte mit dem Läuferpaar und aufgrund der etwas unkoordinierten weißen Figuren die Initiative. Im 29. Zug unterlief Simon dann ein Fehler, der Schwarz deutlichen Vorteil bescherte, der in der Folge zum Zusammenbruch der weißen Stellung führte. Simon mußte sich geschlagen geben.

Am ersten Brett folgte Michael Betz mit Schwarz einer Partie, die Elsbeth Horther-Schneider gegen den selben Gegner in der Oberpfalzliga gespielt hatte. Elsbeth war da gut aus der Eröffnung gekommen, aber Michael entdeckte in der Vorbereitung im achten Zug eine andere interessante Idee, die dann tatsächlich aufs Brett kam. Nachdem er, wie auch Elsbeth, das wilde Diemer-Gambit ablehnte ging das Spiel in die Steinitz-Verteidigung der Französischen Verteidigung über. Der Oberviechtacher spielte wie erhofft die gleiche Zugfolge und die Vorbereitung zahlte sich aus. Als Schwarz in der Folge mit einem Bauerngewinn drohte opferte Weiß lieber eine Figur gegen zwei Bauern um das Spiel zu verwickeln. Objektiv sollte die Kompensation dafür nicht reichen, aber in der Praxis erwies sich dieses Vorgehen als gute Wahl. Michael kam im weiteren Verlauf nicht so gut mit den Komlikationen klar, sah Gespenster und verfolgte an sich passable Ideen nicht konsequent genug. Als dann der Oberviechtacher einen dritten Bauern für die Figur zu gewinnen drohte und die weißen Freibauern am Damenflügel zur Gefahr werden konnten nahm Michael verunsichert das Remisangebot an.

Am dritten Brett hatte Markus Schwengler mit Schwarz einen Königsinder aufs Brett gebracht. In der Sämisch-Variante entstand ein schwerblütiger Positionskampf mit einer Bauernstruktur, die es beiden Seiten schwer machte, das Spiel zu öffnen. Markus konnte zwar einen guten Springer gegen einen schlechten Läufer verbuchen, was aber in der geschlossene Stellung nicht zu einem Vorteil reichte. Im 34. Zug fügte Markus sich ins unvermeidliche Remis.

Die unglückliche 2,5 – 3,5 Niederlage ließ Oberviechtach in der Tabelle an uns vorbeiziehen und verwies uns auf Rang 3.

Zweite Mannschaft mit Auswärtsniederlage gegen den SC Bavaria Regensburg

Zum siebten Spieltag war die zweite Mannschaft zu Gast beim SC Bavaria Regensburg. Bei diesem Großereignis wurden neben Bezirks- und Oberpfalzliga auch zwei Begegnungen in der zweiten Bundesliga ausgetragen, sodass vier Zweitligisten mit zahlreichen Titelträgern anwesend waren.

Während die erste Mannschaft von Bavaria Regensburg mit einem 4:4 schließlich den Klassenerhalt in der zweiten Liga sichern konnte, war für uns kein punktereicher Wettkampf zu erwarten. Zwar mussten sowohl wir als auch die zweite Mannschaft von Bavaria auf den vorderen Brettern auf einige starke Spieler verzichten, dennoch waren wir mit durchschnittlich über 90 DWZ-Punkten weniger klarer Außenseiter in der Begegnung.

Am zweiten Brett (S) verteidigte sich Bedrich Prochazka französisch. Der Regensburger Spieler fianchettierte seinen Läufer nach g2, wodurch eine königsindische Struktur entstand. Die Stellung bliebbis zum 15. Zug ausgeglichen, als Bedrich versuchte, einen Springer von h4 mittels dem Bauernvorstoß g5 zu vertreiben. Durch diesen Zug wurde die schwarze Königsstellung geschwächt und Weiß erhielt starkes Spiel mit dem typischen Bauernhebel f4:

Während Weiß für sein Läuferpaar die Stellung öffnen kann, ist der schwarze Läufer hinter seinen Bauern eingesperrt und auch der König wird in Kürze Probleme bekommen.

Bedrich versuchte mit f6 seine Bauern zu decken, öffnete damit aber dem weißen Läufer über h3 einen Weg in seine Stellung:

Nach 26. Le6 ist die schwarze Stellung gelähmt. Bedrich opferte mit Td6 und Txe6 die Qualität, nach einem Damentausch war aber auch hier nichts zu holen und Bedrich musste sich geschlagen geben. (0-1)

Siegfried Stelzer spielte am achten Brett (S) gegen das Londoner System. Nach einigen ungewöhnlichen Zügen seines Gegners erreichte er bereits früh eine bessere Stellung mit einem starken Zentrum. Der Regensburger spielte unbedarft weiter und verlor später die Qualität. In der folgenden Abwicklung wählte er jedoch eine unglückliche Fortsetzung, wodurch Siegfried stattdessen eine Leichtfigur gewinnen konnte und Weiß gab sich geschlagen. (1-1)

Svatoslav Zitek wählte am sechsten Brett (S) die Owen-Verteidigung mit 1. …b6. Auch hier erreichte Schwarz früh einen leichten Vorteil, doch im Mittelspiel glich sich die Stellung schnell wieder aus, nachdem die meisten Figuren vom Brett verschwanden. Der Regensburger Spieler ließ schließlich die Chance ungenutzt, durch ein Figurenopfer einen Bauern zu gewinnen, und kurz darauf einigte man sich auf Remis. (1½-1½)

Am fünften Brett (W) wählte Elsbeth Horther-Schneider gegen die Sizilianische Verteidigung den Grand-Prix-Angriff. Als sich das Zentrum öffnete, konnte Schwarz zwei Bauern gewinnen, ließ im Gegenzug aber mit dem Bauerndurchbruch f5 starkes Spiel für Weiß zu. Elsbeth nutzte diese Gelegenheit leider nicht, woraufhin der Regensburger Material tauschen konnte. Ohne Gegenspiel zwangen die schwarzen Mehrbauern unsere Spielerin zu einer ungünstigen Abwicklung und Elsbeth musste sich geschlagen geben. (1½-2½)

Johannes Denz eröffnete am ersten Brett (W) mit dem Königsbauern. Gegen die Caro-Kann-Verteidigung mit 3…c5 entwickelte sich nach dem Abtausch der c-Bauern ein Kampf um den Bauern d4. Die Partie blieb lange Zeit ausgeglichen, bis Johannes den falschen Plan verfolgte. Neben a5 versuchte er, mit einem Durchbruch des b-Bauerns am Damenflügel die Initiative zu übernehmen. Als jedoch klar wurde, dass diese Idee so nicht umzusetzen war, griff er daneben:

Mit 21. Ld2 versuchte er, seinen b-Bauern dennoch anzuschieben. Dies lässt aber Scxd4 zu und der Verlust des wichtigen Bauerns führte in der Partie schließlich zur Niederlage. (1½-3½)

Am dritten Brett (W) spielte Rudolf Schön gegen die französische Verteidigung. Schwarz konnte seine Eröffnungsprobleme früh lösen und einen starken Springer auf b3 etablieren. Als Folge war die weiße Stellung sehr gedrückt und Rudolf hatte Probleme, seine Figuren zu aktivieren. Schließlich opferte er einen Bauern, um einen der starken schwarzen Springer abzutauschen. Doch auch das brachte keine Entlastung und bei drohendem Materialverlust gab er sich geschlagen. (1½-4½)

Manfred Oppel wählte am siebten Brett (W) die Englische Eröffnung. Nach einer unkonventionellen Eröffnungsbehandlung des Regensburgers konnte dieser zwar viel Raum gewinnen, musste jedoch mit seinem König im Zentrum bleiben. Obwohl die schwarze Stellung sehr wackelig aussah, erwies sie sich als sicher und Manfred fand keinen Weg in die schwarze Stellung. Als sich im Mittelspiel das meiste Material abtauschte und die Stellung weiterhin geschlossen blieb, einigte man sich auf Remis. (2-5)

Am vierten Brett (S) verteidigte sich Stefan Simmerl mit der Winawer Variante der französischen Verteidigung. Er erreichte eine angenehme Stellung mit seinem König auf f8, verpasste aber dann, das weiße Gegenspiel am Königsflügel mit h5 zu unterbinden. Nach h6 hatte der Regensburger Spieler weiter Angriffschancen, die schließlich zu einer gedrückten schwarzen Stellung führten. Aber auch der Weiße ließ in der Zeitnotphase einige Möglichkeiten ungenutzt, sodass Stefan mit einem Dauerschach das Remis hätte sichern können:

Nach 68. Ke4 gibt es zwei Schachs: Df5 und Dg6. Dg6 hält Remis, da die Dame auf der offenen g-Linie bleibt und von hinten weiter den König attackieren kann. Stefan wählte bei knapper werdender Bedenkzeit aber Df5 und Weiß kann wenig später die Damen tauschen. Der König ist schnell genug bei den schwarzen Freibauern und das Endspiel damit leider verloren. (2-6)

Damit stand mit 2-6 wie erwartet eine deutliche Niederlage zu Buche. Zwar musste sich auch SG Post/Süd Regensburg 2 in ihrer Begegnung geschlagen geben, aber der SV Oberviechtach, der spielerisch eigentlich mit 3-5 dem SC Sulzbach-Rosenberg unterlag, gewann diese Begegnung durch die Verspätung eines Sulzbacher Spielers mit 5-3 und überholte uns damit hauchdünn mit einem halben Brettpunkt. Die letzten beiden Spieltage gegen die DJK Regensburg Nord am 22.03 und Sulzbach-Rosenberg am 26.04 bringen uns damit in Zugzwang: Es gilt zu punkten, um den Abstieg noch abzuwenden.

Dritte Mannschaft mit schwacher Vorstellung in Weiden

Am 22.2.2026 trat unsere Dritte in der Kreisliga 1 zum Auswärtspiel gegen die zweite Mannschaft des SK Weiden 07 an. Nachdem in der Runde zuvor Neustadt/Luhe die Stammspieler 1-6 aufgeboten hatte überraschten uns diesmal die Weidener, die keinen der auf 1-6 gesetzten Spieler in der Aufstellung hatten. Zudem waren die Personalprobleme so groß, dass auch noch Brett 6 unbesetzt blieb. Bitter für Florian Süß, der extra aus Augsburg angereist war, aber beruhigend für uns, schon mal mit einer Führung in das Match gehen zu können.

Zunächst entwickelten sich die Partien ganz passabel für uns, aber am Ende sollte es nur zu einem bitteren Unentschieden reichen.

An Brett 5 konnte unser Nachwuchsspieler Maximilian Warziwoda mit Weiß schon aus der Eröffnung heraus eine gute Stellung erreichen, nachdem ihm sein Gegner in einer Damenbauerneröffnung unter Tempoverlust das Zentrum überlassen hatte. Die schwarze Stellung war zwar passiv, aber doch auch relativ fest. Im 17. Zug verpasste der Weidener die Damen zu tauschen, was zu einer ausgeglichenen Stellung geführt hätte. Aber Maxi griff auch daneben und öffnete mit einem unglücklichen Abtausch eine Linie gegen seinen König. Diese Chance nutzte der Gegner zu einem taktischen Schlag, der zu einem Bauerngewinn und deutlichen Vorteil führte. In der Folge spielte der Weidener nicht energisch genug und das Spiel war im 30. Zug wieder im Gleichgewicht. Dann entstand ein Endspiel, in dem der Gegner drei Bauern für einen Springer hatte. Zu unserem Glück fand er aber nicht die besten Züge und Maxi konnte schließlich alle drei Bauern unschädlich machen und den halben Punkt sichern.

Am ersten Brett hatte es Michael Betz mit einem Mannschaftskameraden aus Detag-Weiden-Zeiten zu tun, der ihm schon mehrfach mit seiner eher unkonventionellen Spielweise Probleme bereitet hatte. Michael ließ es mit Weiß ruhig angehen und konnte einen leichten Vorteil verwalten, nachdem Schwarz in einer zunächst symmetrischen englischen Vierspringer-Variante einen unüblichen Springertausch spielte und eine Igel-Struktur anstrebte. Die schwarze Stellung war passiv, aber fest. Nachdem die typischen Gegenschläge d6-d5 und b6-b5 zuverlässig verhindert waren startete Michael eine Aktion am Königsflügel um Chancen zu bekommen, auf Gewinn zu spielen. Weiß konnte schließlich einen starken Springer gegen einen schlechten Läufer sowie einen Freibauern auf der h-Linie verbuchen. Dieser Freibauer war allerdings nicht wirklich voran zu bringen und konnte auch zu einer Schwäche werden. Somit war Michael bei zunehmend knapperer Zeit zu sehr damit beschäftigt und übersah eine Wendung, durch die Schwarz am Damenflügel doch den Vorstoß b6-b5 durchsetzen konnte. So wurde der schlechte Läufer plötzlich stark und die schwarzen Türme sorgten auf der jetzt offenen c-Linie für Gegenspiel. Zu allem Überfluß wollte Michael dann eine unangenehme Variante vermeiden, die mit genauem Spiel aber haltbar gewesen wäre und im schlimmsten Fall in einem schlechten Turmendspiel mit Minusbauer noch Rettungschancen geboten hätte. Die gewählte Alternative beendete die Partie aber sofort, weil Schwarz nicht das erwartete Schach gab, sondern den weißen König abschnitt und Matt im nächsten Zug nicht mehr zu verhindern war.

Siegfried Stelzer an Brett 2 hatte es mit Schwarz mit dem Londoner-System zu tun und tauschte früh seinen schwarzfeldrigen Läufer gegen den Kollegen auf g3, was dem weißen Turm die h-Linie öffnet. Zu dem Zeitpunkt hatte aber auch Siegfried noch nicht rochiert, so dass dies noch kein Unglück war. Später verwarf er aber die ursprünglich geplante lange Rochade und brachte seinen König doch auf dem Königsflügel in (Un)Sicherheit. Nach einem Abtausch im 15. Zug nahm er aber mit dem Springer (Nach Zurückschlagen mit der Dame hätte diese zum Königsflügel gebracht werden können, wo sie bei der Verteidigung wichtig gewesen wäre) zurück und der weiße Angriff auf der h-Linie sorgte schon für arge Probleme. Letztendlich landete Siegfried in einem sehr schlechten Doppelturmendspiel, in dem Weiß zwei Bauern einsacken konnte. Diesen Vorteil verwertete der routinierte Weidener sehr sicher.

So war also aus der kampflosen 1-0 Führung schon ein 1,5-2,5 Rückstand geworden und für einen Mannschaftserfolg wären zwei Punkte aus den verbleibenden Partien nötig gewesen.

Am dritten Brett hatte Simon Lamm mit Weiß auch auf das Londoner System gesetzt und eine angenehme Stellung erreicht. Im 14. Zug wurde die Lage für menschliche Betrachter unklar, als Simon kurz rochierte obwohl sich gefährlich wirkende gegnerische Figuren dort aufhielten. Ob berechnet oder intuitiv gespielt, es war jedenfalls die korrekte Entscheidung, die der Computer sehr gut findet. In der Folge kann Simon einen Läufer gegen zwei Bauern gewinnen und seine aufgerissene Königsstellung verteidigen. In der Folge lässt er bei knapper Bedenkzeit nichts anbrennen und sorgt mit der einzigen souveränen Leistung dieses Tages wieder für den Ausgleich.

Mannschaftsführer Christian Kraus spielte an Brett 4 mit Schwarz die Russische Verteidigung, die sein Gegner aber sehr zurückhaltend anging. Weiß baute sich wie sonst Schwarz in der Philidor-Verteidigung auf. Die Idee, einen Aufbau, den sonst Schwarz spielt, mit Weiß und einem Tempo mehr zu spielen, ist nicht unüblich, führt aber auch nicht zwingend zu einem Vorteil. Christian setzte jedenfalls aktiv fort und Weiß vergaß, seinen Bauern auf e4 ausreichend zu überdecken, als dieser zweimal angegriffen war. So konnte unser Spieler schon früh einen Mehrbauern verbuchen und auch gleich noch die Damen tauschen. Der Computer sieht eine gewisse Kompensation und der Vorteil ist objektiv nicht ganz so groß, wie gedacht. Nach Verwicklungen entstand ein Doppelturmendspiel mit nach wie vor einem Mehrbauern und leichtem Vorteil für Schwarz. Langsam zeichnete sich aber ab, dass der Vorteil nicht einfach zu verwerten sein würde. Der schwarze König hatte kein gutes Versteck, weshalb die Türme nicht richtig aktiv werden konnten. Schließlich konnte Weiß seinen Bauern zurück erobern und dabei ein Turmpaar tauschen. Bei symmetrischer Bauernstellung an einem Flügel war der friedliche Ausgang der Partie im 69. Zug die logische Folge.

Leider konnten wir unsere Chance nicht nutzen und mussten somit die Tabellenführung an die Schachfreunde Neustadt/Luhe abgeben, die uns nach einem 4-2 Erfolg über ihre zweite Mannschaft einen halben Brettpunkt voraus sind.

Oberviechtach kam gegen Schwandorf auch nicht über ein Unentschieden hinaus und bleibt so mit einem Mannschaftspunkt weniger hinter uns auf Rang 3. 

Wichtiger Sieg im Abstiegskampf der zweiten Mannschaft

Nach der deutlichen Auswärtsniederlage gegen den SK Kelheim rutschten wir auf den achten Tabellenplatz ab, sodass am sechsten Spieltag gegen den tabellenvorletzten SG Post/Süd Regensburg eine wichtige Begegnung für den Klassenerhalt der zweiten Mannschaft bevorstand.

Am dritten Brett (S) wählte Johannes Denz die sizilianische Verteidigung. Die Partie war nur von kurzer Dauer und man einigte sich bereits nach wenigen Zügen auf Remis. (½-½)

Stefan Simmerl eröffnete am sechsten Brett (W) mit dem Colle-System. Beide Seiten beendeten ihre Entwicklung und erreichten eine ausgeglichene Stellung, ehe sich auch hier auf Remis geeinigt wurde. (1-1)

Bedrich Prochazka eröffnete am vierten Brett (W) mit dem Königsbauern und sein Gegner verteidigte sich französisch. In der Abtauschvariante wiederholte Schwarz in gleicher Stellung lange Zeit die weißen Züge, bevor Bedrich mit einem Bauernhebel das Zentrum öffnete. Hier verlief sich der Regensburger Spieler in einer Taktik und musste fortan mit einem Minusbauern weiterspielen:

Nach 19. …f6 gewinnt Bedrich mit 20. Sxg6 einen Bauern. Zwar kontrollierte Schwarz nach dem Tausch der Türme auf der e-Linie die offene Linie, doch der Schein trog:
Nachdem der scheinbar aktivere Turm sich am b2-Bauern bediente, fand Bedrich den starken Zug 24. Te1!, der die Partie bereits entscheidet. Um die schwache Grundreihe zu decken, spielte der Regensburger noch 24. …Se7, gab sich aber nach 25. De8+ mit weiterem Materialverlust geschlagen. (2-1)

Elsbeth Horther-Schneider wählte an Brett sieben (S) die Holländische Verteidigung. Während Elsbeth neben ihrem frühen f5 auch g5 spielte, um ihren Angriff auf den weißen König vorzubereiten, konnte der Weiße durch Bauernvorstöße am Damenflügel Raum gewinnen und dort Druck aufbauen. Zwar räumt der Computer dem Weißen durch die gedrückte schwarze Stellung einen Vorteil ein, aus spielerischer Sicht war durch den anstehenden Königsangriff der Ausgang aber ungewiss. So einigte man sich wenig später auf Remis, bevor die Partie in die eine oder die andere Richtung kippen konnte. (2½-1½)

Am zweiten Brett (W) eröffnete Jindrich Novak mit dem Londoner System. Bereits früh wich die Partie von bekannten Theoriepfaden ab, als Jindrich seinen schwarzfeldrigen Läufer gegen den Springer auf b8 abtauschte. Die entstandene Stellung erinnerte mehr an ein Stonewall-System:

Beide Parteien konnten einen starken Springer auf d5 beziehungsweise d4 etablieren. Jindrich wählte hier den Bauernhebel b4, um Spiel am Damenflügel zu schaffen. Nachdem beide Springer im Zentrum abgetauscht wurden, entstand eine Stellung mit eigentlich starker schwarzer Initiative:
Der weiße Springer auf c4 ist deplatziert. Statt mit 20. …Tf-c8 einen Bauern zu gewinnen, entschied sich der Regensburger für 20. …Lb5. Jindrich opferte die Qualität mit 21. Sd6 und nach einem überfrühten Bauernhebel kippte die vorher ausgeglichene Stellung zu unseren Gunsten:
Durch das Vorziehen des schwarzen Bauerns nach a5 war der Weg frei für die weißen Bauern. Auch das Zurückgeben der Qualität war nicht ausreichend und der c- und d-Bauer drohten umzuwandeln. Schwarz ließ sich das nicht mehr zeigen und gab sich im 27. Zug geschlagen. (3½-1½)

Am fünften Brett (S) verteidigte sich Rudolf Schön sizilianisch. Sein Gegner wählte den Rossolimo-Angriff und konnte in der Eröffnung einen angenehmen Raumvorteil erreichen. Rudolf konnte im Mittelspiel das weiße Zentrum mit einem Bauernhebel aufbrechen, woraufhin der Regensburger ein taktisches Opfer übersah:

Nach 19. Se4 opferte Rudolf mit 19. …Txf3. Der Turm kann nicht zurückgeschlagen werden, da ein schwarzer Springer nach f4 gelangt und der Bauer auf h3 nicht mehr gedeckt werden kann.

Nach 20. De2 übersah Rudolf aber, dass er seinen Turm nach f5 zurückspielen kann. Stattdessen gab er seinen Turm für den Läufer auf e3 und konnte einen starken Springer auf f4 etablieren. Rudolf opferte später erneut eine Figur auf h3, trotz der besseren Stellung war der Gewinnweg aber nicht leicht zu finden. Im Mannschaftssinne nahm er schließlich das Remisgebot seines Gegners an, da Rudolf Schickers Partie zu diesem Zeitpunkt schon klar auf Gewinn stand. (4-2)

Rudolf Schicker wählte am achten Brett (W) die Réti-Eröffnung. Sein Gegner musste bereits in der Eröffnung einige Zugeständnisse machen und seine Figuren standen als Folge nicht optimal. Bei einem vermeintlichen Befreiungsschlag übersah der junge Regensburger einen weißen Läufer auf f1 und verlor eine Figur. Ohne Kompensation war die Partie nicht mehr zu retten und Rudolf entschied trotz langer Gegenwehr den Mannschaftskampf schließlich für uns. (5-2)

Am ersten Brett (S) spielte Liliane Pavlov gegen die Alapin-Variante der Sizilianischen Verteidigung. Der Regensburger Spieler erreichte einen Raumvorteil und konnte so seine Leichtfiguren besser aktivieren. Liliane musste derweil einige Züge investieren, um ihre eigenen Läufer zu entwickeln, sodass der Weiße Zeit hatte, mit einem gedeckten Turm das Feld d6 zu besetzen. Dieser ließ sich trotz drohenden Qualitätsgewinns nicht vertreiben, da ansonsten die schwarzen Felder um den König zu sehr geschwächt wären:

Mit 23. …Ld7 versuchte Liliane ihre Stellung zu entlasten und selbst Druck auf den Turm d6 und den Bauern c3 aufzubauen. Weiß antwortete 24. Lg5 und erzwang damit 24. …Lxd6.

Weiß wählte hier zwar den schwächeren 25. exd6, stand damit aber immer noch auf Gewinn, da der Läufer nach f6 gelangte und der schwarze König dadurch zunehmend in Bedrängnis geriet. Das Matt war ohne großen Materialverlust nicht mehr zu verhindern und Liliane musste sich geschlagen geben. (5-3)

Trotz des wichtigen Siegs gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf hatten in den übrigen Begegnungen zumeist die Favoriten das Nachsehen, sodass wir uns nach wie vor in Abstiegsgefahr befinden:

Hoher Sieg für die Dritte gegen Neustadt/Luhe 2

Am dritten Adventsonntag hatte unsere dritte Mannschaft das B-Team der Schachfreunde Neustadt/Luhe zu Gast. Die Neustädter hatten an diesem Spieltag einige Ausfälle zu beklagen und konnten nicht in Bestbesetzung antreten.

Am sechsten Brett setzte Florian Süß mit den Weiß gewohnt flott seine Züge aufs Brett, was seinen unerfahrenen jungen Gegner dazu verführte ebenso schnell zu spielen. Florian konnte schon bald eine Qualität gewinnen und seinen Vorteil weiter ausbauen, so dass wir rasch in Führung lagen.

Auch an Brett 4 bei Markus Schwengler war der junge Nachwuchsspieler der Gäste mit den schwarzen Steinen schnell in Bedrängnis geraten. Markus konnte schon im 22sten Zug den schwarzen König zur Strecke bringen.

Michael Betz am zweiten Brett konnte gegen den g6-Lg7-Aufbau seines Gegners eine schöne aktive Stellung erreichen. Durch weitere Ungenauigkeiten geriet Schwarz immer mehr in Bedrängnis und konnte dem Druck der aktiven weißen Figuren nicht mehr standhalten. Somit hatten wir schon nach zwei Stunden Spielzeit alle drei Weißpartien gewonnen.

Rudolf Schicker an Drei konnte aus der Eröffnung heraus bequem ausgleichen. Nachdem der Neustädter mit einem isolierten Damenbauern nicht energisch genug spielte, konnte Rudi Druck aufbauen und drei weiße Bauern gewinnen. Das entstandene Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war für den Gegner nicht zu halten.

Mannschaftsführer Christian Kraus kam an Brett 5 gegen den weißen Damenbauern-Torre-Aufbau gut aus der Eröffnung und konnte schon bald die Initiative übernehmen. Nachdem Christian zwei Bauern erobert hatte ließ er seinem Gegner in einem Springerendspiel keine Chance, so dass dieser den Widerstand einstellte.

Am Spitzenbrett hatte sich Elsbeth Horther-Schneider mit Schwarz einen isolierten Damenbauern verpassen lassen, wobei sie diesen Stellungstyp gut kennt und gerne spielt. Die Stellung entwickelte sich günstig. Elsbeth gewann einen Bauern und hatte deutlichen Vorteil. Für einen weiteren Bauern und einen Turm gab sie später zwei Springer, was dem Computer nicht gefällt. Die schwarze Stellung war aber trotzdem angenehmer zu spielen und so lehnte Elsbeth zunächst ein Remisangebot ab. Letztendlich konnte der Neustädter sich aber ausreichend verteidigen und man einigte sich doch auf Remis.

Insgesamt ein verdienter Erfolg für unser Team, wenn auch in dieser Höhe den personellen Problemen der Gäste geschuldet. Wir gehen als Tabellenführer ins neue Jahr und das ist nicht das schlechteste Gefühl.

Zweite Mannschaft unterliegt deutlich gegen Tabellenführer

Nachdem die zweite Mannschaft gegen den ASV Burglengenfeld die erste Saisonniederlage hinnehmen  musste, begrüßten wir am vierten Spieltag mit dem SC Bad Kötzting einen weiteren Gast zum Heimspiel. Gegen den Vorjahresmeister gingen wir als klarer Außenseiter in die Begegnung, was sich auch im knapp 100 DWZ-Punkte tieferem Spielstärkeniveau aufzeigte. Trotzdem verkauften wir uns verhältnismäßig schwach, und während uns im Vorjahr mit einer knappen 3,5-4,5 Niederlage fast eine Überraschung gelang, fiel das Ergebnis diesmal deutlich klarer aus.

Am zweiten Brett eröffnete Jindrich Novak mit dem Damenbauern und sein Gegner wählte einen Aufbau mit beidseitigem Läufer-Fianchetto. Nach Abschluss der Eröffnung konzentrierten sich beide Spieler zunächst auf den Damenflügel. Nach einigen Bauernvorstößen waren diese schließlich festgelegt, Schwarz konnte sich allerdings einen angenehmen Raumvorteil sichern. Jindrich verlagerte seinen Fokus daraufhin auf den Königsflügel, ließ im weiteren Verlauf aber eine entscheidende Schwächung zu:

Nach 15. dxe5 erhält Schwarz gewinnbringenden Vorteil, da 15… Sxf4 16. exf4 d5! die schwarzen Figuren aktiviert und einen gefährlichen Freibauern schafft.

Diesen Vorteil verwertete der Bad Kötztinger Spieler, indem er später mit seinem Turm, gedeckt von dem Freibauern auf d3, auf e2 eindringen konnte. Die Drohung Dxf2 war ohne Materialverlust nicht mehr zu verhindern, sodass sich Jindrich geschlagen gab.
(0-1)

Stefan Simmerl verteidigte sich am fünften Brett gegen die Englische Eröffnung mit Königsindisch. Beide Seiten versuchten die am Königsflügel fianchettierten Läufer abzutauschen, Stefan verpasste es jedoch, mit dem typischen Befreiungsschlag f5 die Stellung zu öffnen und so die eigenen Figuren zu aktiveren. Der Weiße hielt sich glücklicherweise an seinen Plan und tauschte den Stefans schwachen Läufer auf g7 ab, wonach die Stellung wieder ausgeglichen war. Nach weiterem Materialabtausch einigte man sich auf Remis. (0,5-1,5)

Am dritten Brett spielte Johannes Denz gegen den Trompowsky-Angriff. Die Stellung blieb lange ausgeglichen, doch der Weißspieler konnte schließlich Schwächen am Damenflügel provozieren. Zwar waren auch die weißen Bauern am Königsflügel schwach, für die schwarzen Figuren aber nicht zu erreichen.

Johannes wählte hier 17… Tac8, um seinen rückständigen Bauern zu decken und gleichzeitig die Schwerfigur aus der Diagonale des weißen Läufers zu entfernen. Der Bauernhebel a4 verschaffte dem Weißen aber partieentscheidende Initiative.

Der Bad Kötztinger konnte im weiteren Verlauf einen Freibauern bilden und ins Turmendspiel abwickeln. Der weiße a-Bauern gelang nach a7 und Johannes geriet schließlich in Zugzwang:

Weiß kann hier den schwarzen König am Eindringen hindern. Die schwarze Bauernmehrheit am Königsflügel ist ebenfalls bedeutungslos, da kein Durchbruch möglich ist. Es bleibt nur, den weißen Freibauern zu gewinnen, aber der weiße König kann währenddessen den b-Bauern gewinnen und das Bauernendspiel ist verloren. (0,5-2,5)

Simon Lamm eröffnete am achten Brett mit dem Londoner System. In der Eröffnung ließ er sich zu einem Figurenopfer verleiten, das jedoch nicht die gehoffte Wirkung zeigte:

Nach 11. Lxc4 kann Schwarz mit dem Bauern statt mit dem Springer zurücknehmen und Weiß bekommt lediglich zwei Bauern für die Figur. Dieser Materialverlust war spielentscheidend und obwohl Simon noch einige Zeit dagegenhielt, musste er sich schließlich geschlagen geben. (0,5-3,5)

Siegfried Stelzer wählte am siebten Brett die Sizilianische Verteidigung. Beide Seiten lenkten die Partie in ruhigere Bahnen und so tauschten sich im Mittelspiel einige Figuren ab. Die Stellung verflachte zunehmend und als abzusehen war, dass sich bei gleichem Material für beide Seiten kein Gewinnversuch mehr möglich sein würde, einigte man sich auf Remis. (1-4)

Am sechsten Brett eröffnete Manfred Oppel mit der Englischen Eröffnung. Nach frühem Abtausch beider Springerpaare konnte Schwarz Schwächen in der weißen Stellung provozieren und zunehmend Druck aufbauen. Als Folge waren die weißen Figuren beschäftigt, sodass der Bad Kötztinger Spieler die a-Linie öffnen und mit seinen Schwerfiguren eindringen konnte. Wenig später musste sich Manfred wegen seiner schwachen Königsstellung geschlagen geben. (1-5)

Rudolf Schön wählte am vierten Brett gegen die Sizilianische Verteidigung einen geschlossenen Aufbau. Als er schließlich d4 durchsetzte, konnte Schwarz über die nun halboffene c-Linie Druck machen. Vor allem die schwarzen Läufer entfalteten im weiteren Verlauf ihre volle Wirkung, während Rudolfs Leichtfiguren nur schwer ins Spiel fanden. Dadurch bekam er Probleme bei der Verteidigung seines Königs und musste sich nach Materialverlust geschlagen geben. (1-6)

Am Spitzenbrett wählte Liliane Pavlov die Sizilianische Verteidigung. Sie opferte einen Bauern, die dadurch gewonnene Initiative verflachte aber wenig später. Daraufhin übernahm Weiß die Kontrolle über die Partie und sicherte sich ein starkes Zentrum und Raumvorteil. Liliane musste einen weiteren Bauern geben und geriet schon bald darauf in Zeitnot. Trotzdem konnte sie lange Zeit dagegenhalten und sogar eine Qualität gewinnen, gegen die beiden Mehrbauern blieb sie aber weiter in der Defensive. Als die Partie schließlich ins Endspiel überging, konnte Lilianes Turm gegen den Läufer und die Mehrbauern nicht standhalten und sie musste sich schließlich geschlagen geben. (1-7)

Knappe Niederlage der zweiten Mannschaft gegen den ASV Burglengenfeld

Nach dem 5-3 Auswärtserfolg gegen den SK Weiden 07 begrüßte unsere zweite Mannschaft am dritten Spieltag den ASV Burglengenfeld zum Heimspiel. Während beide Mannschaften in der letzten Saison im Abstiegskampf steckten, belegten sie nach zwei Spielen nun die Tabellenplätze drei und vier.

Am sechsten Brett baute sich Stefan Simmerl gegen die Damenindische Verteidigung gewohnt solide auf. Als sich im Mittelspiel das Zentrum schließlich öffnete, wurden die meisten Figuren abgetauscht. Beide Seiten ließen sich in dieser Abwicklung keine Schwäche provozieren und die Partie endete wenig später in einem leistungsgerechten Unentschieden. (0,5-0,5)

Michael Betz wählte am siebten Brett gegen das Londoner System eine scharfe Nebenvariante und setzte nach frühem Damentausch seine Bauern am Damenflügel in Bewegung. Er erreichte eine angenehme Stellung, unterschätzte jedoch die aktiven Möglichkeiten des Weißen Dessen Figuren wurden zunehmend gefährlich, während Michael Probleme hatte, seine Entwicklung abzuschließen. Bei knapper werdender Bedenkzeit seines Gegners fand dieser nicht die genauesten Züge, sodass Michael wieder ausgleichen konnte:

Nach 24…Txa5 ist die Stellung wieder im Gleichgewicht, da Schwarz nach 25. Txb7 mit Le8 ausreichend Gegenspiel erhält.

Weiß tauschte daraufhin ein Turmpaar ab und ließ sich dennoch zu dem vergifteten b7 Bauern hinreißen. Michael drang mit seinem Turm in die weiße Stellung ein und als der Burglengenfelder auch noch einen Angriff auf seine Figur übersah, gab er sich geschlagen. (1,5-1,5)

Am achten Brett wählte Rudolf Schicker die Englische Eröffnung und erreichte schnell einen angenehmen Raumvorteil, während der Burglengenfelder Spieler Probleme hatte, bei gedrückter Stellung seine Figuren zu entwickeln.

Im 12. Zug hätte Rudolf mit e4 seinen Vorteil weiter ausbauen können. Da die weißen Zentrumsbauern aber sehr schwach erschienen, wählte Rudolf den soliden Zug 12. Dc2.

Im weiteren Verlauf verflachte die Partie und der Schwarze konnte seine Eröffnungsprobleme lösen. Einige Züge später einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf Remis. (2-1)

Am zweiten Brett eröffnete Jindrich Novák mit dem Londoner System und gewann bereits früh eine Qualität. Nach dem Damentausch kam der weiße Materialvorteil gegen das schwarze Läuferpaar und einen gedeckten Freibauern aber kaum zur Geltung. Zwar musste Jindrich nach einer Unachtsamkeit die Qualität später wieder zurückgeben, doch auch im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war für keine Seite ein Vorteil zu erreichen. (2,5-1,5)

Am Spitzenbrett tauschte Liliane Pavlov gegen die Englische Eröffnung bereits im zehnten Zug die Damen. Im entstandenen Endspiel übten die weißen Leichtfiguren unangenehmen Druck auf die schwarzen Bauern aus, sodass Liliane einen rückständigen d-Bauern hinnehmen musste. Der Burglengenfelder blockierte diesen und gewann ihn schließlich auch. Im Endspiel mit Läufer gegen Springer war Liliane gegen den Mehrbauern chancenlos und musste sich schließlich geschlagen geben. (2,5-2,5)

Am vierten Brett eröffnete Bedrich Procházka mit dem Colle-System. Er sicherte sich früh einen Raumvorteil und die aktiveren Figuren. Dadurch bot sich ihm früh die Möglichkeit, den schwarzen König anzugreifen:

Mit 13. Lc2 oder dem gleichwertigen 13. Dh4 hätte Weiß Schwächen in der schwarzen Königsstellung provozieren können. Nach 13. f4 haben die weißen Figuren aber nach 13…g6 keine Möglichkeit mehr, über die schwarzen Felder anzugreifen.

Die Partie erreichte wieder eine ausgeglichene Stellung, dieses Mal war es aber eher der Burglengenfelder, der die Initiative übernahm. Nachdem sich im Zentrum die meisten Figuren abtauschten, schien das schwarze Läuferpaar stärker als die weißen Leichtfiguren. Bedrich konnte einem Damentausch aber ausweichen und durch Dauerschach die Punktteilung erreichen. (3-3)

Am dritten Brett wählte Johannes Denz gegen das Londoner System eine scharfe Variante. Sein Gegner ließ einige frühe Schwächen in seiner Stellung zu, nachdem Johannes das Zentrum öffnete und der weiße König in Sicherheit rochieren konnte, bewies aber das weiße Läuferpaar seine Stärke. Der Burglengenfelder konsolidierte seine Stellung und gewann schließlich einen Bauern. Zwar hatte Johannes noch Remischancen, diese konnte er bei knapper Bedenkzeit aber nicht nutzen und er musste das Handtuch werfen. (4-3)

An Brett vier entschied sich Weiß für einen Königsindischen Aufbau. Rudolf Schön tauschte früh die Damen und erreichte eine angenehme Stellung. Als der Weiße Rudolfs starkes Zentrum mit einem Bauernhebel angriff, entschied sich Rudolf dazu, durchzuziehen. Die erwies sich jedoch als Fehler, da der schwarze Bauer tief in der weißen Stellung nicht mehr zu halten war und Rudolf fand sich in einem Endspiel mit Läufer gegen Springer und einen Minusbauern wieder. Der Burglengenfelder Spieler versuchte lange, den vollen Punkt einzufahren, ließ Rudolf jedoch wieder aus. Er versteckte sich hinter dem letzten verbliebenen Randbauern und die Partie endete Remis (4,5-3,5)

Auswärtserfolg der zweiten Mannschaft gegen den SK Weiden

Nach dem knappen Unentschieden im Auftaktspiel gegen den SC Oberviechtach war unsere zweite Mannschaft zum zweiten Spieltag auswärts beim Nachbarverein SK Weiden 07 zu Gast. Beide Mannschaften mussten auf den vorderen Brettern auf Spieler verzichten, sodass wir dem Absteiger aus der Regionalliga, zumindest auf dem Papier, auf Augenhöhe begegnen konnten.

Am sechsten Brett wählte Michael Betz die französische Verteidigung. Bereits aus der Eröffnung heraus erreichte er eine angenehme Stellung und konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners einen Bauern gewinnen. Beim Versuch, ins Endspiel abzuwickeln, war der schwarze Mehrbauer jedoch schwer zu halten. Nach dem Übergang ins Bauernendspiel schätzte Michael die Stellung falsch ein: Trotz des entfernten schwarzen Freibauern war der weiße König zu aktiv, sodass die weißen Bauern schließlich durchbrechen konnten:

Nach 44. g5 ist der schwarze König zwar nah am Geschehen, nach 44… Ke6 45. gxh6 Kxf6 46. Kxb4 ist Schwarz tragischerweise im Zugzwang. Der König muss das Umwandlungsquadrat des h-Bauers verlassen und Weiß wandelt um. Michael ließ sich das nicht mehr zeigen und gab sich im 45. Zug geschlagen. (0-1)

An Brett sieben eröffnete Manfred Oppel mit Englisch. Sein fianchettierter Läufer auf g2 kam zu einem frühen Glück, als der Weidener Spieler nach einer kurzen Unachtsamkeit den Einschlag auf b7 mit Qualitätsgewinn zuließ. Manfred ließ sich trotz zäher Verteidigungsversuche seines Gegners den vollen Punkt nicht mehr nehmen und erzielte fast postwendend den Ausgleich. (1-1)

Am dritten Brett eröffnete Bedrich Prochazka mit dem Königsbauern. Gegen die Sizilianische Verteidigung erreichte er eine aktive Stellung und erlangte nach einem Figurenopfer gewinnbringendem Vorteil:

Nach 20. Sxc4 nahm der Schwarze das Opfer fälschlicherweise an. Die weiße Dame gelangte als Folge nach f7 und gewann mit dem Läufer auf f8 die Figur zurück.

Durch die passiven Figuren blieb der schwarze König allerdings ein Angriffsziel. Bedrich machte weiter Druck auf die Stellung seines Gegners und konnte neben einer Qualität auch einige Bauern gewinnen. Diesen Materialvorteil nutzte er, um den schwarzen König endgültig freizulegen, sodass dem Weidener bei absehbarem Matt nur noch die Aufgabe blieb. (2-1)

Am Spitzenbrett wählte Liliane Pavlov gegen den FIDE-Meister Mladen Dvornic die Katalanische Eröffnung. Beide Seiten zeigten sich theoriefest und Schwarz gab seinen Mehrbauern schließlich zurück, um die weiße Bauernstruktur zu schwächen. Liliane konnte ihre Schwäche durch einen Figurentausch beseitigen und wickelte wenig später in ein Turmendspiel ab. Auch hier behielt sie den Überblick und man einigte sich auf ein verdientes Remis, als der Weidener Titelträger auch hier keine Möglichkeit fand, einen Vorteil zu erlangen. (2,5-1,5)

Am fünften Brett eröffnete Stefan Simmerl mit dem Colle-System. In nahezu symmetrischer Stellung war die Stellung lange ausgeglichen. Im Mittelspiel entschied sich der Weidener zu einer Abwicklung, in der Stefan durch ein Figurenopfer einen Bauern gewann. Das resultierende Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ließ jedoch wenig Gewinnmöglichkeiten zu. Nachdem sich die meisten Bauern abgetauscht hatten, konnte der Weidener Spieler auf den weißen Feldern eine Blockade errichten und man einigte sich auf Unentschieden. (3-2)

An Brett zwei beantwortete Johannes Denz das Aufziehen des f-Bauerns mit dem From-Gambit, bei dem mit e5 und d6 ein Bauer für Entwicklungsvorteil geopfert wird. In einer scharfen Variante konnte er Druck auf den d4-Bauern des Weißen aufbauen:

Nach 16… Sc6 hätte Weiß mit Kh1 in leicht schlechterer Stellung im Spiel bleiben können. Stattdessen kam 17. Lxf6 und der Weidener gab im Anschluss die Dame für Läufer und Turm.

Johannes konnte im weiteren Verlauf Material abtauschen und mit Dame gegen Turm und Springer die schwarzen h- und g-Bauern anschieben. Mit der schwarzen Dame auf f2 war für den Freibauern auf g3 der rote Teppich ausgerollt und Weiß gab sich geschlagen. (4-2)

Am vierten Brett spielte Rudolf Schön gegen die Englische Eröffnung. Rudolf erreichte zu Beginn eine angenehme Stellung, im Mittelspiel konnte der Weiße aber mit Bauernvorstößen einen Raumvorteil erzielen. Nach dem Damentausch erwiesen sich die weit fortgeschrittenen Bauern jedoch als Schwäche. Im Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm und Springer gelang es Rudolf, einen gedeckten Freibauern zu bilden und seine Stellung stetig zu verbessern. Schließlich bot sich eine gewinnbringende Abwicklung an:

Nach 42. Sc3 gewinnt 42… Lxf4 den h- und g-Bauern. Während es dauerte, bis Weiß seine Bauern am Damenflügel flottbekommt, konnte Rudolf seinen h-Bauern anschieben. Der Versuch, den Freibauern aufzuhalten, scheiterte schließlich an Lh4, der den Springer vom Erreichen des Umwandlungsfelds abhält. (5-2)

An Brett acht trat Rudolf Schicker gegen das Londoner System an. Nachdem er bereits vergangenen Sonntag in der Kreisliga mit gleicher Farbe gegen seinen Gegner gespielt hatte, entschied er sich im Mittelspiel, zwei Leichtfiguren gegen einen Turm zu tauschen. Als sich die Stellung öffnete, erwies sich die Leichtfiguren des Weißen aber als zu stark. Mit Turm gegen Läufer, Springer und einen Bauern kämpfte Rudolf lange gegen die drohende Niederlage, bis der Weidener einen weiteren Bauern gewinnen und seinen Freibauern in Richtung Grundlinie anschieben konnte. Nach langem Kampf gab sich Rudolf schließlich geschlagen. (5-3)

Mit diesem unerwarteten, aber verdienten 5-3 Auswärtserfolg trugen wir damit unseren Teil zu den Überraschungen dieses Spieltags bei. Neben unseren Gastgebern mussten auch andere Favoriten Federn lassen, was zu einer unerwarteten Tabelle nach dem zweiten Spieltag führt:

1. OSJ-Cup in Tegernheim

Bereits vor zwei Wochen beendete ein Teil unserer Jugendlichen mit dem DWZ-Pokalturnier in Kelheim die Sommerpause. An diesem Samstag fiel nun auch für die Schachjugend Oberpfalz beim ersten OSJ-Cup in Tegernheim der Startschuss in die neue Saison. Unter den insgesamt 81 Teilnehmern waren wir mit Felicitas und Elias Luber, Jakob Treml sowie Maximilian Warziwoda mit vier Spielern in den Altersklassen U10 bis U16 vertreten.

Nach der längeren Turnierpause machte sich außerdem bemerkbar, dass einige unserer Jugendlichen in dieser Saison in höheren Altersklassen antreten mussten. Dadurch schlichen sich hier und Fehler ein, die manchmal einen möglichen Punkt kosteten. Trotzdem schlugen sich unsere Jugendlichen tapfer und konnten auch einige schöne Erfolge erzielen.

Jakob, der erstmals in der U16 startete, hatte wohl das schwierigste Los: Seine Gruppe wurde mit der U18 zusammengelegt, sodass er es mit teils deutlich älteren und erfahreneren Gegnern zu tun bekam. Trotz dieser Herausforderung holte er drei Punkte und erreichte damit einen guten vierten Platz in seiner Altersklasse.

Auch Maximilian spielte erstmals in der U14 und konnte sich dort sehr gut behaupten. Mit vier Siegen und zwischenzeitlichen Partien am ersten Brett zeigte er eine überzeugende Leistung. Zwar musste er sich den Topfavoriten geschlagen geben, doch sein dritter Platz ist ein tolles Ergebnis und spricht dafür, dass er auch in der höheren Altersklasse problemlos mithalten kann.

Für Elias war es bereits das zweite Jahr in der U12. Gerade in den jüngeren Altersklassen passiert es leicht, dass die Konzentration durch allerlei Ablenkungen nicht immer dem Schachspiel gilt. Auch Elias blieb davon nicht ganz verschont, was sich in einigen Partien bemerkbar machte. Mit vier Siegen erreichte er dennoch eine ordentliche Punkteausbeute und einen guten zehnten Platz.

Felicitas startete in der U10, ein Teilnehmerfeld, das sie bereits aus ihren U08-Turnieren kennt. Wie viele in diesem Alter ließ auch sie sich vom schnellen Spieltempo ihrer Gegnerinnen und Gegner anstecken und nutzte die eigene Bedenkzeit nicht immer vollständig. So blieben ein paar Chancen ungenutzt, doch in der großen Altersklasse konnte sie wichtige Erfahrungen sammeln und am Ende den 21. Platz belegen.

Erfolg für die Dritte im Auftaktspiel gegen Weiden 2

An Brett 6 wählte Florian Süß die Englische Eröffnung, wobei sein Gegner nach zunächst symmetrischem Beginn eine unübliche Aufstellung wählte. Florian konnte schon im fünften Zug deutlichen Vorteil verbuchen und nach weiteren Fehlern des gegnerischen Spielers nach ca. 45 Minuten Spielzeit und 22 Zügen die Führung für Windischeschenbach sicher stellen.

Michael Betz erwiderte am ersten Brett den Doppelschritt des Königsbauern mit der Französichen Verteidigung. Schon einige Male war dabei die Tarrasch-Variante die Wahl seines Gegners. So auch diesmal. Eine etwas ungewöhnliche Zugfolge des Weideners brachte Michael allerdings aus seiner Vorbereitung. Die Stellung gab aber nicht viel her und Schwarz hatte bald den Ausgleich gesichert und saß auf der eher besseren Seite einer gleichen Stellung. Im 26. Zug einigte man sich friedlich.

Am zweiten Brett versuchte Svatoslav Zitek eine Nebenvariante gegen die Französische Verteidigung seines Gegners, die aber dann in die Vorstoßvariante überging. Auch hier brachte Svatoslav wieder einen der selteneren Züge aufs Brett, verpasste es dann aber energisch nachzusetzen und landete in einer schwierigen Stellung, aus der er sich nicht mehr befreien konnte. Somit war der Ausgleich wieder hergestellt.

Maximilian Warziwoda (Brett 5), einer unserer talentierten Jugendlichen, bekam bei seinem erst zweiten Einsatz bei den Erwachsenen mit Schwarz die Schottische Eröffnung vorgesetzt. Seine Theoriekenntnis half, die Stellung ohne Probleme auszugleichen und im weiteren Verlauf konnte Maximilian einen Bauern gewinnen. Im 17. Zug entging ihm aber die Chance den Vorteil deutlich auszubauen und der Gegner hatte plötzlich Kompensation für den Minusbauern. Maximilian spielte aber sehr sicher weiter und konnte schließlich die weiße Dame fangen, die auf Abwege geraten war. Den Materialvorteil von Dame gegen Turm verwertete er dann souverän zur erneuten Führung für unser Team.

An Brett 4 setzte Simon Lamm von Anfang an seinen Gegner im Londoner System unter Druck. Der Weidener verteidigte sich aber lange Zeit gut, bis sich nach einem fragwürdigen Springertausch ein weißer Vorteil heraus kristallisierte. Bei knapp werdender Zeit und unklarer Stellung (der Computer weiß es natürlich besser) nahm Simon das Remisangebot sicherheitshalber an, nachdem Rudi zumindest nicht zu verlieren schien. Es sollte aber noch dramatisch werden.

Rudolf Schicker am dritten Brett baute sich mit Schwarz gegen das Londoner System seines Gegners Königsindisch auf. Nach zunächst ausgeglichenem Verlauf konnte Rudi eine Qualität für einen Bauern gewinnen. Der Vorteil war aber relativ gering, weil die beiden Türme in der geschlossenen Stellung nicht voll zur Geltung kamen. Nach einigem Manövrieren konnte Rudi aber die a-Linie öffnen und mit seinen Türmen eindringen. Nach Tausch eines Turmpaares und Bauerngewinn für Rudi entstand eine schwierige Stellung, nachdem der Weidener für die fehlende Qualität ein gefährliches Freibauernpaar hatte. Im 52. Zug verpasste Rudi dann die Chance auf den Gewinn durch Rückopfer der Qualität. Zwei weit voneinander entfernte Freibauern hätten das Rennen gemacht, während die weißen Freibauern nicht zur Geltung gekommen wären. Danach war die Stellung nicht mehr zu gewinnen. Rudi musste sogar sehr genau spielen um das Remis zu retten. An der entscheidenden Stelle fand er aber den einzigen Zug, der durch ein Rückopfer der Qualität das Remis sichert. Nachdem beide Spieler einen Bauern verwandeln konnten entstand ein Damenendspiel mit jeweils einem Bauern, das für keine Seite zu gewinnen war.

Somit war unser Saisonauftakt mit einem 3,5 – 2,5 Sieg erfolgreich verlaufen.