Das Parfüm

Wir schreiben ein Jahr des letzten Jahrtausends. Es ist Samstag Nachmittag, kurz vor der Sportschau.

Flietsch & Bent sind mal wieder auf einem Open, als sie an einem heißen Sommertag kurz vor der Zeitkontrolle gemeinsam durch die Reihen schlendern, um zu kiebitzen.

An den Tischen der Titelträger wabert ein beißender Geruch von kernigem Männerschweiß über die Bretter, doch dann plötzlich, ein paar Schritte weiter, steigt uns ein angenehm süßer Rosenduft in die Nasen! „Was ist das?“, starrten wir uns gleichermaßen verwundert wie betört an.

Ein Blick aufs Brett brachte die Auflösung. „Ah, die Gaponenko!“, platzte es spontan aus Flietsch heraus! Gemeint war die heutige IM Inna Gaponenko, die uns nicht nur regelmäßig auf Turnieren begegnete, sondern ganz offensichtlich auch ein völlig anderes Verständnis von Körperhygiene pflegte als ihre männlichen Kollegen!

Nun fragt Ihr euch vielleicht, was auf dem Brett los war und wie sie sich geschlagen hat?

Um ehrlich zu sein. Wir hatten nicht die geringste Ahnung, aber an ihrem Brett verweilten wir mit Abstand am längsten!