Knappe Niederlage der zweiten Mannschaft gegen den ASV Burglengenfeld

Nach dem 5-3 Auswärtserfolg gegen den SK Weiden 07 begrüßte unsere zweite Mannschaft am dritten Spieltag den ASV Burglengenfeld zum Heimspiel. Während beide Mannschaften in der letzten Saison im Abstiegskampf steckten, belegten sie nach zwei Spielen nun die Tabellenplätze drei und vier.

Am sechsten Brett baute sich Stefan Simmerl gegen die Damenindische Verteidigung gewohnt solide auf. Als sich im Mittelspiel das Zentrum schließlich öffnete, wurden die meisten Figuren abgetauscht. Beide Seiten ließen sich in dieser Abwicklung keine Schwäche provozieren und die Partie endete wenig später in einem leistungsgerechten Unentschieden. (0,5-0,5)

Michael Betz wählte am siebten Brett gegen das Londoner System eine scharfe Nebenvariante und setzte nach frühem Damentausch seine Bauern am Damenflügel in Bewegung. Er erreichte eine angenehme Stellung, unterschätzte jedoch die aktiven Möglichkeiten des Weißen Dessen Figuren wurden zunehmend gefährlich, während Michael Probleme hatte, seine Entwicklung abzuschließen. Bei knapper werdender Bedenkzeit seines Gegners fand dieser nicht die genauesten Züge, sodass Michael wieder ausgleichen konnte:

Nach 24…Txa5 ist die Stellung wieder im Gleichgewicht, da Schwarz nach 25. Txb7 mit Le8 ausreichend Gegenspiel erhält.

Weiß tauschte daraufhin ein Turmpaar ab und ließ sich dennoch zu dem vergifteten b7 Bauern hinreißen. Michael drang mit seinem Turm in die weiße Stellung ein und als der Burglengenfelder auch noch einen Angriff auf seine Figur übersah, gab er sich geschlagen. (1,5-1,5)

Am achten Brett wählte Rudolf Schicker die Englische Eröffnung und erreichte schnell einen angenehmen Raumvorteil, während der Burglengenfelder Spieler Probleme hatte, bei gedrückter Stellung seine Figuren zu entwickeln.

Im 12. Zug hätte Rudolf mit e4 seinen Vorteil weiter ausbauen können. Da die weißen Zentrumsbauern aber sehr schwach erschienen, wählte Rudolf den soliden Zug 12. Dc2.

Im weiteren Verlauf verflachte die Partie und der Schwarze konnte seine Eröffnungsprobleme lösen. Einige Züge später einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf Remis. (2-1)

Am zweiten Brett eröffnete Jindrich Novák mit dem Londoner System und gewann bereits früh eine Qualität. Nach dem Damentausch kam der weiße Materialvorteil gegen das schwarze Läuferpaar und einen gedeckten Freibauern aber kaum zur Geltung. Zwar musste Jindrich nach einer Unachtsamkeit die Qualität später wieder zurückgeben, doch auch im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war für keine Seite ein Vorteil zu erreichen. (2,5-1,5)

Am Spitzenbrett tauschte Liliane Pavlov gegen die Englische Eröffnung bereits im zehnten Zug die Damen. Im entstandenen Endspiel übten die weißen Leichtfiguren unangenehmen Druck auf die schwarzen Bauern aus, sodass Liliane einen rückständigen d-Bauern hinnehmen musste. Der Burglengenfelder blockierte diesen und gewann ihn schließlich auch. Im Endspiel mit Läufer gegen Springer war Liliane gegen den Mehrbauern chancenlos und musste sich schließlich geschlagen geben. (2,5-2,5)

Am vierten Brett eröffnete Bedrich Procházka mit dem Colle-System. Er sicherte sich früh einen Raumvorteil und die aktiveren Figuren. Dadurch bot sich ihm früh die Möglichkeit, den schwarzen König anzugreifen:

Mit 13. Lc2 oder dem gleichwertigen 13. Dh4 hätte Weiß Schwächen in der schwarzen Königsstellung provozieren können. Nach 13. f4 haben die weißen Figuren aber nach 13…g6 keine Möglichkeit mehr, über die schwarzen Felder anzugreifen.

Die Partie erreichte wieder eine ausgeglichene Stellung, dieses Mal war es aber eher der Burglengenfelder, der die Initiative übernahm. Nachdem sich im Zentrum die meisten Figuren abtauschten, schien das schwarze Läuferpaar stärker als die weißen Leichtfiguren. Bedrich konnte einem Damentausch aber ausweichen und durch Dauerschach die Punktteilung erreichen. (3-3)

Am dritten Brett wählte Johannes Denz gegen das Londoner System eine scharfe Variante. Sein Gegner ließ einige frühe Schwächen in seiner Stellung zu, nachdem Johannes das Zentrum öffnete und der weiße König in Sicherheit rochieren konnte, bewies aber das weiße Läuferpaar seine Stärke. Der Burglengenfelder konsolidierte seine Stellung und gewann schließlich einen Bauern. Zwar hatte Johannes noch Remischancen, diese konnte er bei knapper Bedenkzeit aber nicht nutzen und er musste das Handtuch werfen. (4-3)

An Brett vier entschied sich Weiß für einen Königsindischen Aufbau. Rudolf Schön tauschte früh die Damen und erreichte eine angenehme Stellung. Als der Weiße Rudolfs starkes Zentrum mit einem Bauernhebel angriff, entschied sich Rudolf dazu, durchzuziehen. Die erwies sich jedoch als Fehler, da der schwarze Bauer tief in der weißen Stellung nicht mehr zu halten war und Rudolf fand sich in einem Endspiel mit Läufer gegen Springer und einen Minusbauern wieder. Der Burglengenfelder Spieler versuchte lange, den vollen Punkt einzufahren, ließ Rudolf jedoch wieder aus. Er versteckte sich hinter dem letzten verbliebenen Randbauern und die Partie endete Remis (4,5-3,5)

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