Dritte erreicht nur Unentschieden bei SK Schwandorf III

Am 8. Spieltag und dem ersten Großkampftag der Saison (alle unsere drei Mannschaften waren im Einsatz) war die Dritte zu Gast in Schwandorf. Obwohl die Tabellensituation klar für uns sprach und wir das Hinspiel knapp gewonnen hatten, wussten wir nicht genau, mit welcher Aufstellung uns die Heimmannschaft entgegentreten würde, da die zweite Mannschaft des Gastgebers in der Bezirksliga Nord nicht gefordert war. Mit einem leichten DWZ-Minus gingen wir an den Start und es sollte eigentlich recht gut für uns beginnen.

An Brett 6 (s) spielte Florian Süß sein gewohntes Königsindisch und wollte eine schnelle Entscheidung erzwingen. Er ging mit einer Bauernwalze auf dem gesamten Königsflügel gegen den unrochierten weißen König vor und entblößte dabei naturgemäß auch seinen eigenen Monarchen. Das Kampfgeschehen wogte hin und her und es war ein Spiel mit dem Feuer.

Weiß hatte soeben mit 29. Dc2-c3+ den Angriff auf den schwarzen König fortgesetzt, aber nebenbei die Deckung des Läufers auf f2 aufgegeben. Schwarz zog seinen Turm mit 29. …Tf8-f6 dazwischen, hielt sie Stellung zusammen und war nun seinerseits wieder am Drücker. Nachdem Schwarz sich noch auf einen längeren Kampf eingestellt hatte (z.B. nach weißem Lg3), nahm die Partie aber nach dem weißen Fehlzug 30. Lc2?? Dxf2+ ein abruptes Ende (0-1).

Simon Lamm spielte an Brett 3 (w) nicht sein gewohntes Londoner System sondern zog 1. e4 und versuchte seinen Gegner dann mit dem Morra-Gambit der Sizilianischen Verteidigung zu überraschen. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Stellung, in der Simon seinen Gegner mit einem plötzlichen Springerausfall nach g5 konfrontierte. Schwarz nahm mit dem Läufer und bescherte Weiß nach dem Zurückschlagen einen vorgeschobenen Bauern auf g5 sowie die geöffnete h-Linie.

Schwarz war sich keiner Gefahr bewußt und wollte den vorwitzigen Bauern mit 19. …f6 umgehend entfernen sowie die Stellung vereinfachen, bevor sich in Verbindung mit der offenen h-Linie etwas zusammenbrauen konnte. Simon erkannte aber die unverhoffte Gelegenheit mit der jetzt offenen Läuferdiagonale nach g8 und riß seinen Gegner mit dem Knaller 20. Txh7+!! aus allen Wolken. Da gegen 20. …Kxh7 21. Dh4+ Kg7 22. Dh6# kein Kraut gewachsen ist, gab Schwarz sofort auf und bescherte uns eine frühe komfortable Führung (0-2).

Fast zeitgleich wurden die Partien an beiden Spitzenbrettern beendet. An Brett 1 (w) bekam Siegfried Stelzer die Skandinavische Verteidigung aufs Brett und es entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf um das Feld e5, auf dem Siegfried einen Springervorposten zu etablieren versuchte. Nach dem Tausch aller Zentralbauern war es ein reiner Figurenkampf um das Zentrum, in dem Siegfried seine Türme zentralisieren konnte und Druck auf der offenen e-Linie aufbaute. Der Kampf gegen den Springervorposten hatte bei Schwarz Spuren hinterlassen und seine Figuren wirkten anfällig.

Siegfried verzichtete auf den Bauerngewinn mittels Dxe6 und versuchte statt dessen weiter den Druck auf die schwarze Stellung zu erhöhen. Er spielte 23. Df3 und hatte die verlockende Idee, auf 23. … Dd7 den Generalabtausch 24. Txe7 Dxe7 25. Lxf6 zu forcieren, um nach dem schwarzen Zurücknehmen auf f6 einfach 26. Dxd5 mit Figurgewinn zu spielen. Leider geht die Rechnung nur nach 25. … gxf6 auf, denn nach 25. … Dxf6 geht leider 26. Dxd5 nicht wegen dem profanen Grundlinienmatt 26. … Dxf1#. Der Computer sieht Weiß nach 23. … Dd7 trotzdem mit 24. Se5 weiterhin im Vorteil. Eine präzise und weitreichende Berechnung ist halt unentbehrlich und letztendlich mitverantwortlich für Erfolg oder Mißerfolg.

Schwarz aber zog 23. … Dc6 und nach dem Abtausch 24. Txe7 Dxc4 25. Lxf6 gxf6 26. Dxf6 Td2 27. Txf7 war fogende Stellung entstanden:

Weiß hat eine furchteinflößende Batterie auf der f-Linie gegen den einsamen schwarzen König und droht Matt auf g7 und f8. Schwarz zog mit 27. … Dxf1+ die Notbremse und hoffte nach 28. Dxf1 Tad8 mit der Drohung auf der Grundlinie noch mit einem blauen Auge davon zu kommen. Präzises Spiel ist aufgrund der Grundreihenschwäche für Weiß immer noch erforderlich! Siegfried zog mit 29. Te7 quasi Schwarz den Stecker und nach 29. …Tf8 30. Dc4+ ist das Matt nicht mehr zu verhindern, Schwarz warf das Handtuch (0-3).

Postwendend musste aber Rudolf Schicker an Brett 2 (s) die Waffen strecken. In der Vorstoß-Variante der Caro-Kann-Eröffnung hatte Rudi eine sehr gedrückte Stellung mit wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Weiß nutzte den Raumvorteil am Damenflügel und schaffte es, dass die Masse der schwarzen Figuren dort versammelt war und vom Königsflügel abgeschnitten wurde. Plötzlich verschob Weiß nun den Angriffsschwerpunkt an genau jenen Königsflügel und griff dort mit 19. h4 an. Die schwarze Dame nahm zwar noch einen Bauern auf a3 mit, um Materialreserven für die Verteidigung zu haben, war aber damit noch weiter entfernt vom eigentlichen Geschehen.

Rudi wollte mit 20. … f6 den lästigen Springer sofort wieder verjagen und etwas Luft für seine Figuren schaffen, aber der Schuss ging nach hinten los (besser wäre 20. … h6 gewesen). Sein Gegner fand das schöne Springeropfer 21. Sxh7!, was Rudi wegen Dh5+ und Lxg6 mit vernichtendem weißen Angriff natürlich nicht annehmen durfte.

Weiß setzte seinen Angriff aber unvermindert fort und gewann die Qualität. Rudi wehrte sich nach Kräften und versuchte alles, um die Stellung noch zu halten.

Nach 36. Lf6+ Kg6 37. Tc3 f4 38. Lc2+ Kh5 39. Th3+ Kg4 war der Monarch am Ende seiner Wanderung in einem Mattnetz gefangen und es gab keine Rettung mehr (1-3).

Noch hatten wir an den verbliebenen Brettern zwei heiße Eisen im Feuer, um den erforderlichen halben Punkt für den Mannschaftssieg zu erzielen. Und die Stellungen waren zu dem Zeitpunkt sehr vielversprechend. An Brett 4 (s) hatte es Christian Kraus mit der Steinitz-Variante der Russischen Verteidigung zu tun. Nach frühem Damentausch entstand eine ausgegliche Stellung im Mittelspiel.

Eigentlich passiert in der Stellung nichts, aber Weiß zog 21. Sxc6 und so erhielt Christian unvermittelt die Chance zum entscheidenden Angriff mittels 21. … Txe2. Da Weiß seinen Springer mit 22. Sb4 retten muss, droht Txg2 nebst Le4 und vernichtenden Abzugsschachs. Leider glaubte Christian noch für den Zwischenzug 22. … Txc1 23. Txc1 Txg2+ Zeit zu haben, übersah aber, dass der weiße König nun das Fluchtfeld f1 hatte.

Schwarz hatte zwar trotzdem noch großen Vorteil, aber Christian war wegen der vertanen Chance etwas von der Rolle und überließ Weiß Gegenspiel und Initiative. So kam es wie es kommen musste, der schwarze Vorteil wurde zusehends kleiner und Christian übersah zum Schluss auch noch eine Springergabel mit König und Turm (2-3).

Maximilian Warziwoda, unser Jüngster, spielte an Brett 5 (w) eine Abtauschvariante des abgelehnten Damengambits. Nach der Eröffnung erspielte er sich einen großen Vorteil am Königsflügel und hatte seinen Gegener quasi schon an die Wand gespielt. Aber eigentlich gewonnene Stellungen müssen halt erst noch gewonnen werden.

Der Hebel h5-h6 sollte genügen, um entscheidend Material zu gewinnen.

Maxi wählte aber die Idee, den Springer über f4 nach h5 umzugruppieren. Dadurch hatte Schwarz wieder Luft und Raum zum manövrieren und schaffte es in der Folge sogar durch Abtausch der meisten Figuren in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit sogar einem Mehrbauern abzuwickeln.

Weiß sollte aber das Remis halten können, wenn er seine Bauern auf den dunklen Feldern belässt und das Eindringen des schwarzen Königs und des schwarzen Läufers verhindert. Unglücklicherweise setzte Maxi die Bauern auf dem Damenflügel mit 51. a4 in Bewegung und erlaubte damit Schwarz, den weißen Bauern auf a4 als Schwäche festzulegen. Nachdem Maxi auch noch den Läufer mit 55. Le2 von der Deckung des a-Bauern entfernte, nahm der schwarze Läufer die Einladung mit 55. … Lb3 dankend an und eroberte im nächsten Zug den schutzlosen Bauern. Diese Materialüberlegenheit lies sich der routinierte schwarze Spieler nicht mehr nehmen und so mussten wir uns letztendlich mit einem Unentschieden begnügen (3-3).

Mit nunmehr drei Punkten Rückstand auf die führende Mannschaft bei zwei verbleibenden Spieltagen inklusive direktem Duell am letzten Spieltag, wird es sehr schwer werden, den Rückstand noch aufzuholen. Trotzdem werden wir alles versuchen und wenn wir die guten Stellungen auch mal wieder verwerten und gewinnen können, dann sind vier Punkte sicherlich im Bereich des Möglichen.

Dritte Mannschaft holt knappen Sieg gegen Schwandorf

Am dritten Spieltag war die Mannschaft des SK Schwandorf III zu Gast. Auf dem Papier hatten wir ein leichtes DWZ-Plus, aber es entwickelte sich ein spannender Wettkampf bis zum Schluss.

Als erster einigte sich Svatoslav Zitek an Brett 2 (w) mit seinem Gegenspieler auf ein Remis (½-½). Beginnend mit dem Nimzowitsch-Larsen-Angriff wurden bereits früh etliche Figuren abgetauscht und man befand sich alsbald schon im Endspiel.

Der Computer wähnt hier Weiß nach 25. Lb7 Ld3+ 26. Ke1 Tc7 27. Le4 Lxe4 28. Sxe4 Sd7 (nicht Sxe4 wegen Te8#) 29. Te8+ Sf8 stellungsmäßig im Vorteil. Svatoslav zog 25. Txf5 Txc6 26. Te5 und beide Seiten waren bei ausgeglichener Stellung mit einem Remis zufrieden.

An Brett 4 eröffnete Simon Lamm (w) mit dem Londoner System und setzte seinen Gegenspieler schon früh am Königsflügel unter Druck. Er verzichtete (schon wieder) auf die Rochade und erreichte folgende schöne Angriffsstellung:

Zwar wäre die Partie nach 24. Dxe6+ gefolgt von Dd6+, Se6 und Dc7# noch schneller entschieden worden, aber auch mit 24. Sxe6 (24. … Dxh7 scheitert an Sxf8+) Tb8 25. Sc5+ Ke8 26. Dd7+ Kf8 27. Se6+ fxe6 28. De7# setzte Simon seinen Gegner nach wenigen weiteren Zügen Schachmatt und brachte uns die Führung (1½-½).

Florian Süß spielte an Brett 5 mit Schwarz ein Königsfianchetto, kam aber etwas schlechter aus der Eröffnung. Nachdem er seinen schwarzfeldrigen Fianchettoläufer und die Damen getauscht hatte, entstand eine ausgeglichenere Stellung. Einige ungenaue Züge brachten Florian wieder in Bredouille, aber glücklicherweise fand Weiß nicht immer die beste Fortsetzung. Bei ausgeglichener Stellung einigte man sich schließlich kurze Zeit später auf ein Remis (2-1).

An Brett 6 bekam es Johanna Sperber (w) mit dem Russischen Dreispringerspiel zu tun. Schwarz versuchte im Mittelspiel ein aktiveres Figurenspiel zu erhalten und opferte dafür einen Bauern.

Weiß hätte hier mit 19. c3 den Springer decken oder einfach nach e2 oder f3 in Sicherheit bringen können und einen Mehrbauern behalten. Nach Johannas 19. De4 hätte aber Schwarz das Blatt mit 19. … Dxd4 und der Springergabel auf e2 umgehend wenden können. Zum Glück spielte Schwarz 19. … Dg5 und Weiß steht eigentlich gut da, muss aber trotzdem immer noch aufpassen.

Leider fand Johanna in der Folge nicht mehr die besten Züge und so entglitt der Vorteil mehr und mehr. Schließlich stellte Johanna auch noch eine Figur ein und gab die Partie wenig später auf (2-2).

Am Spitzenbrett mit Elsbeth Horther-Schneider (s) kam die Holländische Verteidigung auf das Brett. Elsbeth kam in gedrückter Stellung aus der Eröffnung und erzielte dank ihrer Kavallerie einen Ausgleich im Mittelspiel. Weiß hatte fortan die offene d-Linie mit den Türmen besetzt und versuchte am Damenflügel zu agieren, wogegen Elsbeth mit dem Läuferpaar die Eindringfelder der weißen Türme bewachte und am Königsflügel ihre Bauern in Marsch setzte. Weiß versuchte, den schwarzen Angriff durch Abtausch der weißfeldrigen Läufer und der Damen zu entkräften, was begünstigt durch einen ungenauen schwarzen Zug auch gelang (2½-2½).

Der Computer sieht nach 33. … g3+ gefolgt von bxc5 und Te7 immer noch die schwarze Stellung im Vorteil. Elsbeth zog hier 33. …gxf3 und nach 34. gxf3 Te7 35. Ted1 Tg8 war jeglicher schwarzer Vorteil dahin und das Remis da.

Somit musste die Entscheidung an Brett 3 fallen. Siegfried Stelzer (s) entschied sich für die Sizilianische Verteidigung und konnte im Mittelspiel einen Bauern erobern. Diesen Materialvorteil konservierte er bis ins Endspiel.

Siegfried entschied sich hier für 46. … h5, wonach Weiß gezwungen ist, die Qualität zu geben und den lästigen Läufer auf c5 zu entfernen, um dem drohenden Matt durch Tf2# oder Te3# zu entgehen. Natürlich wäre laut Computer im Gewinnsinne 46. … Te3+ 47. Kg4 Txh2 noch präziser gewesen, da auch jetzt Weiß die Qualität geben muss und z.B. nach 48. Txc5 bxc5 49. f5 (um dem Matt nach h5+ und Tg3# zu entkommen) Schwarz noch größeren Vorteil bekommen hätte.

Mit dem Materialvorteil wickelte Siegfried in ein gewonnenes reines Bauernendspiel ab und so sicherte ein Mehrbauer nicht nur den Sieg in der Partie sondern entschied obendrein auch noch den Mannschaftswettkampf zu unseren Gunsten (3½-2½).

Zum letzten Wettkampftag in diesem Jahr erwarten wir die Mannschaft der Schachfreunde Neustadt/Luhe II wieder zu einem Heimspiel und können dies hoffentlich wieder erfolgreich gestalten.

Dritte Mannschaft spielt 3:3 in Oberviechtach

Am zweiten Spieltag war die dritte Mannschaft auswärts gegen Oberviechtach II gefordert. An Brett 6 spielte Florian Süß mit Schwarz eine königsindische Verteidigung gegen den Aufbau seines Gegners und kam etwas schlechter aus der Eröffnung. Nach einem Fehler seines Gegners erhielt Florian aber einen vielversprechenden Angriff. Da ein Figurenverlust unvermeidlich war um das Matt zu verhindern, gab Weiß im 25. Zug auf und brachte uns die schnelle Führung (0:1).

Maximilian Warziwoda bekam es mit Weiß am fünften Brett mit der Grünfeldindischen Verteidigung zu tun. Nach dem Abtausch vieler Figuren konnte Maximilian einen Mehrbauern verbuchen. Leider übersah er eine taktische Möglichkeit seines Gegners und verlor dabei eine Leichtfigur. Trotz verzweifelter Gegenwehr konnte Schwarz mit seiner Mehrfigur noch einen Bauern umwandeln und mit dieser drückenden Materialüberlegenheit die Partie gewinnen (1:1).

Am vierten Brett spielte Benedikt Stock mit Schwarz ebenfalls Grünfeldindisch gegen seinen Gegner. Im Mittelspiel übte Benedikt mit den Schwerfiguren auf der c-Linie und seinem starken Läufer auf g7 Druck gegen den rückständigen weißen Isolanibauern auf c3 aus und nutzte dessen Fesselung, um den weißen Läufer auf b2 zu erobern. Nachdem Weiß anschließend noch einen Bauern einzubüsen drohte, gab sein Gegner die Partie auf (1:2).

Simon Lamm spielte mit Weiß an Brett 3 das Londoner System und konnte im Mittelspiel einen starken Springer auf e5 postieren. Simon verzichtete auf eine Rochade und begann mit seinen Bauern am Königsflügel loszustürmen. Nach starkem positionellen Druck auf die schwarze Stellung wickelte Simon in bereits bemerkbarer Zeitnot in ein Doppelturmendspiel mit zwei Mehrbauern ab. Nach dem die Zeitkontrolle überstanden war und er noch einen weiteren Turm abtauschen konnte, gewann Simon noch den letzten schwarzen Bauern und führte das Endspiel mit nunmehr Turm + 3 verbundene Bauern gegen Turm gekonnt zu Ende (1:3).

Bei nunmehr komfortablem Vorsprung sollte es doch möglich sein, an den verbliebenen beiden Spitzenbrettern noch einen halben Punkt zum Gewinn des Mannschaftskampfes zu holen, zumal auch die Stellungen dies entsprechend hergegeben hätten.

An Brett 1 erhielt Elsbeth Horther-Schneider mit Weiß nach einem geschlossenen Sizilianer einen vielversprechenden Angriff auf den in der Mitte stecken gebliebenen schwarzen König. Nach 21 Zügen ergab sich folgende gewinnbringende Stellung:

Nach 22. Txf6! hätte Schwarz einpacken können, da 22. …Kxf6 23. Tf1+ zum Matt führt und Weiß bei anderen schwarzen Zügen seinen starken Angriff z.B. mit Df7 oder Lg5 spielentscheidend fortsetzen hätte können. So aber geschah 22. Ld2, was aber immer noch einen großen Vorteil für Weiß bedeutet.

Schwarz schaffte es aber, in den nächsten Zügen Material abzutauschen und mit einer Bauernwalze für ein gefährliches Gegenspiel am Damenflügel und im Zentrum zu sorgen. Leider kommt meistens ein schlechter Zug nicht allein und so stellte Elsbeth bei der Verteidigung ihre Figuren so unglücklich, dass Schwarz einen Mattangriff auf der h-Linie iniziieren konnte und Weiß das Handtuch warf (2:3).

Siegfried Stelzer spielte an Brett 2 mit Schwarz auch Grünfeldindisch und erzielte ein ausgeglichendes Mittelspiel. Nach 33 Zügen eröffnete sich nach dem weißen Tc4-c6 plötzlich eine taktische Möglichkeit:

Hier ließe sich mit 33. …Ld2+ 34. Kd3 (34. Kxd2 ist wegen 34. …Txd4+ und anschliendem Txa4 schlechter) 34. …Lxf4 (droht Le5) 35. Kc3 Tc7 in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit einem Mehrbauer abwickeln. Schwarz zog aber 33. …bxa4 und musste nach dem Zwischschach 34. Lf6+ in ein Turmendspiel mit Minusbauer.

Das entstandene Endspiel ist eigentlich remis zu halten, aber die Schachgöttin Caissa meinte es an diesem Tag nicht mehr gut mit uns und so verloren wir auch diese Partie noch (3:3).

Dieses nach dem Spielverlauf doch etwas enttäuschende Unentschieden ist aber kein Beinbruch und in kürze steht bereist die nächste Runde mit einem Heimspiel gegen SK Schwandorf III auf dem Programm.

Schachclub ehrt Spieler/Mitglied des Jahres

Bei der Jahreshauptversammlung des SC Windischeschenbach am vergangenen Freitag (26.09.2025) wurde schon traditionsgemäß der Spieler oder das Mitglied des Jahres ausgezeichnet. Die Wahl fiel diesmal auf unseren allseits geschätzten Spieler der 1. Mannschaft Stephan Schmahl.

In seiner Laudatio würdigte der 1. Vorsitzende Manfred Oppel ihn als „schweizer Vielspieler“, der unzählige Stunden am Schachbrett verbringt, da er an sehr vielen Turnieren (auch erfolgreich) teilnimmt und so den SC Windischeschenbach überall würdig repräsentiert. Überdies hinaus erstellt er die ausführlichen Berichte der Mannschaftswettkämpfe auf der vereinseigenen Homepage und illustriert diese Analysen gekonnt und anschaulich.

Als Dank und Anerkennung erhielt Stephan ein kleines Präsent.

Glückwunsch!! 3x Meister!!

Schachclub hat mit drei Mannschaften jeweils den Meistertitel geholt

Am gestrigen Sonntag konnte der Schachclub Windischeschenbach ein seltenes und außergewöhnliches Ereignis feiern: gleich drei Mannschaften haben den Meistertitel errungen.

Wogegen die dritte Mannschaft in der Kreisliga II Nord bereits vorzeitig als Meister feststeht (mit noch einem ausstehenden Spieltag), haben sowohl die zweite Mannschaft in der Bezirksliga Nord als auch die erste Mannschaft in der Regionalliga Nord-Ost ihre Wettkämpfe am gestrigen letzten Spieltag gewonnen und sich jeweils den Meistertitel gesichert.

Ausführliche Berichte folgen.

Ein großer Dank gilt allen Spielern für diese herausragende Leistung sowie allen Unterstützern.

DSOL-Interview von Stefan Simmerl

Arne Kaehler von Chessbase spricht mit Stefan über unseren Verein

Im Rahmen der DSOL steht neben der Live-Kommentierung von DSOL-Partien auch die Vorstellung von teilnehmenden Vereinen im Mittelpunkt. So geschehen auch mit dem Schachclub aus Windischeschenbach, dem Ort mit dem wahrscheinlich längsten zusammengeschriebenen Ortsnamen (gem. Arne Kaehler von Chessbase), der auch gestandenen Großmeistern beim kommentieren anfangs einige Versuche abnötigte.

Das Interview wurde bereits 2 Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase gemacht und ist jetzt unter dem folgendem Link veröffentlicht und einzusehen:
https://de.chessbase.com/post/dsol-interview-stefan-simmerl-vom-sc-windischeschenbach

Herzlichen Dank an Stefan, der in seiner charmanten und unverwechselbaren Art unseren Schachclub bestens repräsentiert und vorstellt. Natürlich ist es bisher auch das längste Interview der DSOL…