Erfolgreiche Teilnahme am DWZ Pokal in Ingolstadt

Bericht von Christian Luber:

Auf Initiative von Maximilian Warziwoda nahmen er und die Familie Luber am 13.09.2026 am DWZ Pokal in Ingolstadt teil. Mit 10 Siegen bei nur 4 Niederlagen für den Schachclub Windischeschenbach war es ein sehr erfolgreicher Ausflug nach Oberbayern.

Felicitas Luber spielte in der U10, hier wurde mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten und Mitschreibepflicht gespielt. Sie war in einem gut besetzten Feld mit 13 Spielern auf Platz 6 gesetzt, dies sollte am Ende auch ihre Platzierung werden. An diesem Tag schien ihr Schwarz deutlich besser zu liegen, da sie die Partien 1, 3 und 5 jeweils mit Schwarz gewinnen konnte. In der zweiten Runde traf sie mit weiß auf den späteren Zweitplatzierten. In einer Mammutpartie über 82 Züge und ca. eineinhalb Stunden Spielzeit entschied ein Mehrbauer, den der Gegner in einem Bauernendspiel umwandeln konnte, schlussendlich die Partie. In der vierten Runde, ebenfalls mit Weiß, unterlief ihr in einer klaren Gewinnstellung leider ein Leichtsinnsfehler, der die Dame und somit auch die Partie verlor. Mit 3 Siegen aus 5 Partien kann sie stolz auf ihre Leistung sein, mit etwas mehr Konzentration und etwas Glück wäre vielleicht sogar eine Top-Platzierung drin gewesen.

Elias Luber, Maximilian Warziwoda und Christian Luber gingen im Amateurpokal mit 90 Minuten Bedenkzeit je Spieler an den Start. Es wurde in Vierergruppen, jeder gegen jeden, gespielt. Leider lies die Organisation etwas zu wünschen übrig, der geplante Turnierstart um 10 Uhr wurde um fast eine Stunde überzogen.

In Elias Gruppe mit 3 gewerteten Spielern auf gleicher Spielstärke und einem ungewerteten Spieler startete er mit einem souveränen Weiß-Sieg nach nur 16 Zügen gegen einen Spieler auf nominal gleicher Stärke. In der zweiten Runde mit schwarz gegen einen ebenfalls gewerteten Spieler entwickelte sich eine dramatische Partie mit einigen Fehlern und verpassten Chancen auf beiden Seiten. Im Endspiel standen sich 3 Bauern und ein Läufer von Elias und 3 Bauern und ein Turm des Gegners gegenüber. Dieser spielte das Endspiel nicht optimal, Elias gab sich keine Blöße und konnte letztendlich einen Bauern umwandeln. Kurz darauf setzte er nach 94 Zügen seinen Gegner Schachmatt. Somit ging es in der letzten Runde gegen den ebenfalls ungeschlagenen, aber auch ungewerteten Gegner um den Gruppensieg. Schon früh in der Partie und unterlief Elias dann aber ein Leichtsinnsfehler, durch den er seine Dame verlor. Frustriert gab er im nächsten Zug auf und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.

In Maximilian Warziwodas Gruppe kamen 4 Spieler mit fast identischer Spielstärke von 1550 bis 1568 DWZ zusammen. In der ersten Partie kam er mit schwarz gegen einen unkonventionell spielenden Gegner zu einen ungefährdeten Auftaktsieg. In der 2. Runde musste er nochmals mit den schwarzen Steinen ran. In der Abtauschvariante der spanischen Eröffnung unterlief ihn aber die ein oder andere Ungenauigkeit, wodurch sich seine Stellung nach und nach verschlechterte und er sich am Ende geschlagen geben musste. In der letzten Runde traf er dann auf eine starke Jugendspielerin des Gastgebers MTV Ingolstadt, die ihre ersten beiden Partien gewonnen hatte. Nachdem am Nachbarbrett der noch punktlose Spieler relativ schnell seinen ersten Sieg einfuhr, und somit beide bei einem Punkte standen, war klar, dass Maxi mit einem Sieg im direkten Duell den Gruppensieg selbst in der Hand hatte. Mit einer souveränen Leistung erspielte er sich bei gleichem Material eine klar bessere Stellung. Im 30. Zug kam dann auch noch ein Patzer der Gegnerin hinzu, wodurch Maximilian einen ganzen Turm gewann. Mit Dg4 drohte er Schachmatt. Die Gegnerin zog f6 statt f5 und verlor somit einen ganzen Turm. Die restliche Partie spielte Maxi konzentriert zu Ende und sicherte sich so den Sieg in einer starken und ausgeglichenen Gruppe.

Für Christian Luber ging es, wie sich später herausstellen sollte, gleich in der 1. Partie mit weiß gegen einen U14 Jugendspieler mit fast gleicher DWZ Wertung um den Gruppensieg. Die Partie war bis zum 25. Zug sehr ausgeglichen, ein zwischenzeitliches Remis-Angebot des Gegners lehnte Christian aber ab. Dann übersah sein Gegner ein Abzugsschach. Er schlug einen scheinbar ungedeckten Bauer mit der Dame, durch den Abzug konnte Christian aber die Dame mit dem Springer angreifen und auch gewinnen. Die restliche Partie war dann nur noch eine Frage der Konzentration und der 1. Punkt war eingefahren. Gegen eine gewertete und eine ungewertete Gegnerin hatte Christian dann weniger Probleme und konnte noch 2 ungefährdete Siege und somit den ersten Platz vor seinen Gegner aus Runde 1, der mit 2 Punkten Zweiter wurde, einfahren. Der einzige Schreckmoment, den Christian überwinden musste, war der Wecker seines Handys, der während der 2. Partie klingelte. Die Gegnerin nahm dies nicht so eng und der Schiedsrichter ließ ihn mit einer Verwarnung davonkommen. Dies wird ihm sicherlich eine Lehre für zukünftige Partien sein!

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